20.7.2019 DLF 01.05 – 06.00 Uhr Radionacht Jazz: „Encuentros“ Improvisierte Musik der anderen Amerikas Mit Karl Lippegaus

1973 nahm der argentinische Saxofonist Gato Barbieri sein bahnbrechendes Album „Latin America/Chapter One“ in Buenos Aires auf. Die Palette des Jazz bekam neue Farben, und Indio-Trommeln, Harfen, Holzflöten und Kuhhörner vermischten sich mit Post-Coltrane-Jazz. Gatos Studioorchester in Buenos Aires setzte etwas von der erzählerischen Kraft eines Gabriel Garcia Marquéz (“Hundert Jahre Einsamkeit”) in brodelnde Musik um.

Die Musik zur Sendung findet ihr hier !!!

Eine zentrale Rolle hatte damals schon Dino Saluzzis Bandoneon, das anders als der ‘Tango Nuevo’ eines Astor Piazzolla klang, von weiter nördlich kam als Buenos Aires, nämlich aus der Provinz Salta. Manche haben wie Barbieri einen cinematographischen Ansatz, vielseitig sind sie alle – weder war die Sängerin Flora Purim je starr auf Bossa Nova fixiert noch ist ein Innovator wie der Pianist David Virelles für „typisch“ kubanische Musik à la Buena Vista zuständig.

Wie der Gitarrist und wichtigste Komponist Brasiliens nach Villa-Lobos, Egberto Gismonti, wie der legendäre Arsenio Rodriguez entwickelten sie einen Individualstil, der Improvisation als höchste Kunst der Perfektion feiert. © Text: Karl Lippegaus

 

https://youtu.be/ReHB2RGjfrY

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