„Band mit Katze“ Die Berliner Band Cremant Ding Dong begleitet den Lockdown musikalisch.

Manchmal kann Musik auf eine unaufdringliche Art politisch, dabei aber trotzdem tröstlich und lustig sein. Die Songs der Band Cremant Ding Dong sind genau das – auf eine sehr kuschelige Art und Weise. Das liegt nicht nur an den Songs, in denen es um das Leben im Lockdown geht. Es liegt auch an den Videos. Von Jens Buchholz

Da sitzen drei typische Kreuzberger Gestalten um den Tisch in ihrer WG-Küche und machen auf skurrilen Instrumenten gemütliche Musik – und zwar live. Und während die drei musizieren, guckt eine Katze in die Kamera.

Als »Frontkatze« bezeichnet die Band das Tier. »Die Katze heißt Eva, sie ist Russin und kommt aus Moskau«, erzählt Gwendolin Tägert, Sängerin und Pocket-Pianistin, im Gespräch mit der Jungle World. »Sie wohnt mit mir und Endai zusam­men und hat nur noch einen Zahn, dafür umso mehr Musikgeschmack.«

Vielleicht spricht es auch für die Qualität der Songs, dass die Nachbarn sich noch nie beschwert haben. »Nee, unsere Nachbarn sind cool, die sind Fans von uns und freuen sich, wenn es neue Songs gibt«, erzählt Tägert.

Die drei kennen sich schon seit zehn Jahren. Cremant Ding Dong gibt es aber erst seit 2019. Küchenvideos werden sie weiterhin machen, schon allein, damit Katze Eva nicht traurig ist. »Mit uns geht es immer so weiter«, verspricht Tägert. »Tagesaktuelle Songs zu machen und direkt zu veröffentlichen, kann ich mir auch weiterhin gut vorstellen, das geht ja auch zu anderen Themen«, ergänzt Franky Fuzz.

© JungleWorld, Dschungel, 4.5.2021

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