FAZ: Ralph Towner wird 80: Zwischen Wien und Woodstock Von Jan Wiele

Einflussangst, wie die Literatur sie kennt, ist ihm fremd: Ralph Towner schöpft aus den Tiefen der Musikgeschichte und ersetzt als Solo-Gitarrist ein ganzes Ensemble. Nun wird er achtzig.

Er studierte Klavier, Komposition und klassische Gitarre – aber seine Karriere begann mit Folkmusik. 1969 begleitete Ralph Towner beim Woodstock-Festival den Sänger Tim Hardin, und im weitesten Sinne war vielleicht auch das Avantgarde-Projekt seiner Gruppe Oregon noch dem Folk zuzurechnen.

Einem Welt-Folk freilich, in dem zum Beispiel indische Sitar und indianische Regentänze sich mit freier Improvisation verbinden. „Einflussangst“, wie die Literatur sie kennt, haben Ralph Towner und seine Mitmusiker bei Oregon wohl nie gekannt, vielmehr die „Joyful Departure“ (so einer der bekanntesten Stücktitel) in alle Richtungen der Musik.

Während bei der bis heute in wechselnder Besetzung aktiven Gruppe sich ein gewisses Zuviel an Instrumentierung herrscht, kommt in Ralph Towners Werk als Gitarrist der Reichtum an Ideen und Einflüssen klarer zur Geltung…

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© FAZ, Feuilleton, 1.3.2020

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