„Lady Sings the Blues“. Von Billie Holiday.

Sie zählt zu den bedeutendsten Jazzsängerinnen und hat bis heute großen Einfluss auf andere Künstler/innen. Für viele ist Billie Holiday die Sängerin des Jazz überhaupt. Ein Name, der synonym ist mit allem, was der Jazz ausdrückt: Stolz, Leid, Elend, Zorn, Eleganz, Rassismus und Exzessivität.

Billie Holiday vermittelt dies in ihrer Musik, mit ihren Texten, mit ihrer unverwechselbaren Stimme. Geboren am 7. April 1915 als Eleanora Fagan in Philadelphia, eine Kindheit ohne Vater, als Elfjährige von einem Nachbarn vergewaltigt, später gemeinsam mit der Mutter in einem Bordell, Verhaftung, Gefängnis … Als Achtzehnjährige wird sie von Benny Goodman entdeckt, aber als Schwarze wird sie Zeit Lebens diskriminiert. 1959 stirbt Billie Holiday, 44-jährig, unter entwürdigenden Umständen in einem Spital in New York City.

Billie Holiday in ihrer Autobiografie: „Man hat mir gesagt, dass niemand das Wort „Hunger“ so singt wie ich. Genauso das Wort „Liebe“. Vielleicht liegt das daran, dass ich weiß, was diese Worte bedeuten. Alle Cadillacs und Nerze der Welt – und ich hatte von beiden schon einige – können das nicht aufwiegen oder vergessen machen. Alles was ich je von den Menschen gelernt habe, liegt in diesen beiden Worten. Zuerst braucht man etwas zu essen und ein bisschen Liebe, bevor man sich die Predigt von irgendjemandem über richtiges Verhalten anhören kann. Alles, was ich bin und was ich vom Leben will, sagen diese beiden Wörter.“



„Lady Sings the Blues“. Von Billie Holiday.
Mit Barbara Nüsse und Christian Brückner.
Übersetzung: Stefan Hardt, Frank Witzel, Verena Knümann.
Bearbeitung und Regie: Stefan Hardt (RB 1991),

© Ö1, Hörspiel, 30.4.2022

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