„Mein Vater, der Grenzer“ Von Jan Decker

Streckenstörung zwischen Fulda und Leipzig. Der Zug wird umgeleitet Richtung Harzvorland. Und plötzlich ist Jan Decker dort, wo er als Kleinkind aufwuchs: Witzenhausen an der Werra, Zonenrandgebiet. Dort arbeitete sein Vater beim Bundesgrenzschutz an der innerdeutschen Grenze. Wie war das da? Wie war das damals?

Von Jan Decker

Manchmal erzählt der Vater Anekdoten. Vom „kleinen Grenzverkehr“, von Plaudereien zwischen West und Ost, von Streichen, die sich BRD- und DDR-Grenzer wechselseitig spielten, von Obdachlosen im Westen, die in die Werra sprangen und sich als ostdeutsche Flüchtlinge ausgaben, um mit Geld und Kleidung versorgt zu werden. Kann das alles stimmen? Aber was hat dann eines Tages nicht mehr gestimmt? Als der Vater von der Grenze ins Inland zum Hauptzollamt Wiesbaden versetzt wurde? Zwischen Vergangenheit und Gegenwart unternimmt Jan Decker einen Grenzgang, der auch ein Weg zu seiner eigenen Geschichte ist.

 

 

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© SWR 2, Feature, 24.6.2018

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