Zeit Online: Arca – „Sie hustet Bröckchen aus Knirschkrach“ Eine Rezension von Jens Balzer

Der Musikerin Arca gelingt, woran andere Pop-Avantgardisten meist scheitern. Die neue Komposition von Arca trägt den Namen „@@@@@“ und führt uns in die fremde und zugleich vertraute Welt musizierender Organmaschinen.

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Obwohl die Beats mit elektronischen Mitteln produziert wurden, klingen sie so unscharf, zitternd, zerbeult und menschlich, als drängten sie aus einem lebenden Körper an unser Ohr; als drängten sie aus einem mit konvulsivischen Zuckungen zum Tanz einladenden Körper, dessen biologische Rhythmen sich in Musik verwandeln und dann wieder in Geräusche, in denen die Musik kollabiert – aber nur, um sich aus dem Kollaps stets in neuer Form zu Melodien und Harmonien zu erheben.

Und die Gesänge? Stammen von der Stimme eines einzelnen Menschen, aber klingen so vielfältig, fremd, manipuliert und in den sonderbarsten Momenten auch wieder so nah, intim und wahrhaftig, als höre man einer Maschine zu, die sich in den verschiedensten Erscheinungsformen in einen Menschen zu verwandeln versucht. Und das wiederum nur, um dieses Menschsein abzustreifen, sobald die Maschine sich als solche wohler fühlt mit sich selbst….

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© Zeit Online, Kultur, 4. April 2020

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