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„HEIMATEN – plurale Bekenntnisse“ Von Rilo Chmielorz

Es ist ein Fluch, der dem Begriff „Heimat“ anhaftet: Das Wort wird nur im Singular gebraucht – als gäbe es nur „die einzige Heimat“.

Im Duden findet man nur den Hinweis: „Plural nicht üblich.“ Aber was ist schon üblich? Kann heute üblich sein, was gestern üblich war? Wieder nur eine einzige Heimat?

„Ein Tisch hat vier Standbeine. Genauso benötigt der Mensch mehrere Standbeine – und das sind mehrere Heimaten.“

So formuliert es Hasan Dewran, Lyriker und Trauma-Therapeut.

Heimaten ermöglichen eine Entwicklung von innerer Freiheit. Es braucht mehr als ein Standbein. Das ist viel Arbeit.

 

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© SWR 2, Feature, 1.1.2020

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