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„Beatrice im Bordell“ Samuel Becketts unverderblicher Einfluss auf junge Lyriker

Samuel Beckett (1906-1989) war ein Wortkünstler. Seine Worterfindungen und der Sprachrhythmus ziehen bis heute junge Dichter an. Und in Irland gelten seine frühen Gedichte als Trüffel der klassischen Moderne. Eine Begegnung mit dem Schriftsteller und Dramatiker, der auch Gedichte schrieb.

Von Bernd Kempker

Sein erster Roman verhandelt ausgiebig, wie man gute Gedichte schreibt. Obwohl er als Dramatiker und Erzähler in die Literaturgeschichte eingegangen ist, dachte Samuel Beckett lange darüber nach, ob er Prosa oder Poesie den Vorzug geben solle. 

Aus Becketts Sicht neigten gerade die Dichter zu ‚Religionstirolerei‘, Rilke warf er gar emotionale Inkontinenz vor. Gleichermaßen abgestoßen fühlte er sich zunächst von der modernen Poetik eines Ezra Pound und von den Imaginisten mit ihren kameenhaften Sinnbildern.

Während er seine frühen Prosawerke lange zurückhielt, hat er sich zu dem zeitgleich entstandenen ersten Gedichtband ‚Echos Gebein‘ immer bekannt. Auf ihre schrille, ausgesucht flapsige, obszöne Art bergen diese Texte die Seele von Becketts Werk: Viele Motive tauchen wieder in den späten Prosatexten auf.

Samuel Beckett war ein Wortkünstler. Seine Worterfindungen und der Sprachrhythmus ziehen bis heute junge Dichter an. Und in Irland gelten seine frühen Gedichte als Trüffel der klassischen Moderne.

© Deutschlandradio Kultur

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