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„Einsam im Mondschatten“ Michael Wollny: „Mondenkind“ Michael Wollny im Gespräch mit Martin Böttcher

Auf seinem ersten Soloalbum „Mondenkind“ versenkt sich der gefeierte Jazzpianist Michael Wollny in die Einsamkeit. Ein Leitbild bot ihm dabei der Astronaut Michael Collins, der den Erdtrabanten zwar umrundete, aber nie betrat.

Jeder erinnert sich an Neil Armstrong, den ersten Mann auf dem Mond. Auch der Name Buzz Aldrin ist noch geläufig, denn der verließ kurz nach Armstrong die Mondlandefähre und war somit der Zweite auf dem Mond. Den Dritten im Bunde hingegen kennen nur noch wenige: Michael Collins, der zwar mit Armstrong und Aldrin ebenfalls Teil der „Apollo 11“-Mission zum Mond war, den Erdtrabanten allerdings nur im Orbit umkreiste und keinen Fuß auf ihn setzen konnte.

Zufrieden in der Einsamkeit

Jetzt hat sich der Jazzpianist Michael Wollny dieser Geschichte angenommen und sein erstes Soloalbum dem „Mondenkind“ Collins gewidmet. Etwa eine dreiviertel Stunde ist dieses Album lang und entspricht damit in etwa jener Zeit, in der Collins‘ Funkkontakt zur Erde bei seinen Mondumrundungen unterbrochen war, erklärt Wollny. Dahinter steckt im übrigen keine Panne, sondern reine Physik: Collins befand sich in diesen Phasen im Mondschatten, also von der Erde aus gesehen hinter dem Mond.

© Deutschlandfunk Kultur, Tonart, 28.9.2020

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