„Als Amerikaner in die DDR“ Ostrock-Experte Edward Larkey im Gespräch mit Ulrike Timm
Die Faszination für Brecht und Biermann bringt ihn in den 70ern als Doktorand in die DDR. Dort lernt Edward Larkey seine Frau kennen, er bleibt mehrere Jahre. Heute ist der Kulturwissenschaftler eine Koryphäe auf seinem Gebiet, dem Ostrock.
Über viele Jahre hinweg hat sich der Kulturwissenschaftler Edward Larkey wissenschaftlich fast ausschließlich mit Ostrock beschäftigt. „Keimzeit war eine Lieblingsband von mir.“ Auch die Gruppe Renft mochte er sehr. Kennengelernt hat er diese Bands in Ostberlin, wo er seine Dissertation schrieb – Thema: „Zur kulturpolitischen Rezeption der Rockmusik der USA in der DDR“. Dass er zum Studium in die DDR kam, lag allerdings nicht an der Musik.
Larkey wird 1950 in New Jersey als Sohn einer jüdischen Familie mit osteuropäischen Wurzeln geboren. „Meine Eltern hatten eine sehr hohe Toleranz für meine Vorlieben und ich habe erst 20, 30 Jahre hinterher erfahren, dass sie nicht sehr begeistert waren, dass ich zunächst einmal in Westdeutschland studiert habe und dann auch noch im Osten – das war noch einen Zahn schärfer.“
© Deutschlandfunk Kultur, Im Gespräch, 12.5.2021 / Foto: Deutschlandfunk Kultur