Bedeutung der Clubkultur „München ist die Clubhauptstadt“
Eine Studie zur Clubkultur belegt ihre Bedeutung für soziales Leben, Angebote für marginalisierte Gruppen und für die Musikförderung. Von Jens Uthoff
In Auftrag gegeben wurde die Studie von der Initiative Musik. Die Initiative Musik ist die wichtigste Institution des Bundes zur Förderung von Rock, Pop und Jazz, sie wurde zuletzt mit 16,35 Millionen Euro im Jahr von der BKM (Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien) unterstützt; mit dem Geld werden Musiker:innen, Bands, Spielstätten und Labels gefördert – insbesondere der künstlerische Nachwuchs.
Die Studie gibt einen guten Überblick zur Lage der Clubs im Lande. Alle Veranstaltungsorte mit einer Kapazität bis zu 2.000 Personen, die regelmäßig kuratiertes Musikprogramm anbieten, wurden berücksichtigt. Insgesamt sind dies gut 2.000 Musikspielstätten, die in nichtpandemischen Zeiten 190.000 Musikveranstaltungen pro Jahr anbieten, mit rund 50 Millionen Gästen.
Die Clubs erwirtschaften dabei einen Gesamtumsatz von 1,1 Milliarden Euro, 43.000 Menschen arbeiten in diesem Bereich. Die Veranstaltungsorte teilen sich auf in Musikclubs (40,7 Prozent), gefolgt von Soziokulturellen Zentren/Jugendzentren (22,2 Prozent), Konzerthallen (11,8), Musikbars (10,7), Jazzclubs (8,1) und Offspaces/Kunsträumen (6,4).
© TAZ, Kultur, 1.6.2021