R.I.P. Jon Hassell ( 22. März 1937 – 26. Juni 2021)
Jon Hassell, der einflussreiche amerikanische Avantgarde-Komponist, der die weltoffene Musikästhetik der „vierten Welt“ erfand, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. In einer Erklärung teilte seine Familie mit, dass der „ikonische Trompeter, Autor und Komponist“ in den frühen Morgenstunden des 26. Juni nach etwas mehr als einem Jahr an gesundheitlichen Komplikationen starb. © The Guardian
Karl Lippegaus beschreibt Hassell als einen der wenigen Fusion-Trompeter, die sich nicht vollständig dem Einfluss von Miles Davis verschrieben, sondern ihren eigenen Sound kreiert haben. Allerdings macht Mark Gilbert in Grove Music Online darauf aufmerksam, dass Hassell Davis im Gebrauch der Elektronik, der Modalharmonien und des Lyrizismus sehr ähnlich ist. Trompeter wie Arve Henriksen und Nils Petter Molvær sind von Hassells Zeiten und Räume relativierender Musik beeinflusst. © Wiki
Der US-amerikanische Trompeter Jon Hassell gestorben
Der US-amerikanische Trompeter Jon Hassell ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Wie seine Familie bekannt gab, starb er bereits am Samstag nach längeren gesundheitlichen Problemen. Als Trompeter entwickelte er mit der intensiven Nutzung von Elektronik zur Erweiterung des Klangspektrums seinen eigenen Stil. Hassell studierte bei Karlheinz Stockhausen und war im Bereich der Minimal Music aktiv, so war er beispielsweise an der Erstaufnahme von dessen „In C“ beteiligt. World Music und Fusion verband Hassell zu einem eigenständigen musikalischen Ansatz, den er selbst als „Fourth World“ bezeichnete. Sein Stil inspirierte auch Musiker aus dem Avantgardebereich der Popmusik und der Ambient Music – Musiker wie Brian Eno oder Peter Gabriel gehörten dazu. © Deutschlandfunk Kultur