„Polnische Klangwelten“ Folk und Kammerjazz mit den Bands Kroke, Sutari und Trebunie Tutki
Tief in der Folktradition verwurzelt und gleichzeitig voll und ganz im Hier und Jetzt angekommen ist die zeitgenössische polnische Musik. Das zeigt die Goralenband Trebunie Tutki aus dem bergigen Grenzgebiet zwischen Polen und der Slowakei genauso wie das Krakauer Ensemble Kroke, das sich zwischen Klezmer, Jazz und Klassik bewegt oder viele junge polnische MusikerInnen, die an Folktraditionen anknüpfen.
Mit Babette Michel
Zwischen Märchenwelt und realem Leben, Weisheit und Humor, Folk-Avantgarde und Theater bewegen sich die drei jungen Musikerinnen von Sutari. Basia Songin, Kasia Kapela und Zosia Zembrzuska speisen ihre Musik aus den Quellen traditioneller polnischer Musik, die sie in den Archiven des Polnischen Rundfunks und der Polnischen Akademie der Wissenschaften erkundet haben und höchst originell umsetzen. Während sie sich vor allem auf Lieder aus den Regionen Kujawy, Wielkopolska und Masovia beziehen, sind die Musiker der Familienband Trebunie Tutki im polnischen Hochland verwurzelt. Sie gehören dem Bergvolk der Goralen an und bringen seit Jahrzehnten die Goralenmusik auf die Bühne. Immer wieder treten sie in Dialoge mit anderen Künstlern – jüngst mit den berühmten georgischen Sängern von Urmuli. In kosmopolitische Kammerjazz-Welten, die den Rahmen der Klezmermusik sprengen, entführt seit 25 Jahren die Krakauer Band Kroke.