Radiotipps

Hörfunktipps KW 42 Deutschlandradio, Deutschlandradio Kultur und Deutschlandradio Nova

Montag, 16. Oktober 2017

Musik-Panorama · 21.05 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk

Kammermusikfest Spannungen 2017

Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Ivor Gurney, Antonín Dvořák, Rudi Stephan und Francis Poulenc

Musik für sieben Saiteninstrumente, ein Trio für Blechbläser, ein Quartett für Klavier und Streichtrio – es waren eher seltene musikalische Formationen, zu denen sich die Heimbacher Musiker im Konzert am 21. Juni 2017 auf der Bühne des Kraftwerks versammelten. Am Anfang des Programms stand eine berühmte Extravaganz: das Kegelstatt-Trio von Wolfgang Amadeus Mozart. Es lässt Klarinette und Viola zusammenklingen, zwei Instrumente in mittlerer Lage. Werke von Rudi Stephan, dem bei uns kaum bekannten britischen Komponisten Ivor Gurney und von Francis Poulenc setzten das Programm fort, das mit dem fulminanten Klavierquartett von Antonín Dvořák zu Ende ging.

 

Freispiel · 0.05 – 1.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

FUX gewinnt 4/3

Hörspiel von FUX

Dlf Kultur 2017/53‘54

(Ursendung)

Zwei Monate lang haben die Performer von FUX ihr Glück in die Hand genommen und Kreuzworträtsel gelöst, an Fernsehquizshows teilgenommen, Kindermalwettbewerbe unterwandert, Dosen umgeworfen und auf Pferde gesetzt. „Ich habe einen Eierkocher gewonnen! Und was noch schöner ist: alle anderen nicht!” Das Hörspiel zeigt einen Selbstversuch und fragt: Welchen Glücksversprechen sitzen wir auf? Was geschieht mit Erlebnissen und Objekten, wenn man mit ihnen Theater spielt?

 

Zeitfragen. Feature · 19.30– 20.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Das schwierige Arrangement

Psychische Erkrankungen und der Arbeitsmarkt

Von Kristina Hille

Jobsuchende mit psychischen Erkrankungen finden besonders schwer einen Platz auf dem Arbeitsmarkt. Ihre Beeinträchtigung steht gegen die Logik des Marktes selbst, der auf Wettbewerb, Höchstleistung und Geschwindigkeit abzielt. Mit diesen Anforderungen können sie aufgrund ihrer Störung oder Krankheit nicht dauerhaft mithalten. Deswegen gibt es eine Vielzahl an Unterstützungs- und Rehabilitationsmaßnahmen. Viele Jugendliche haben bereits in der Schule oder in der Ausbildung psychische Probleme. Einrichtungen, wie das Rotkreuz-Institut Berufsbildungswerk in Berlin sollen sie auffangen. Hier können sie einen Berufsabschluss machen – unter besonderen Bedingungen, aber wie alle Azubis: nach bundeseinheitlichem IHK Standard. Ein Kraftakt für alle Beteiligten. Der nächste steht bevor: der Einstieg in den Arbeitsmarkt.

 

Dienstag, 17. Oktober 2017

Das Feature · 19.15 – 20.00 Uhr · Deutschlandfunk

Mohammeds Gegenkalifat

Wie Marokko die afrikanischen Muslime einbinden will

Von Marc Thörner

Dlf 2017

Kalifat, dieser Begriff taucht meist dann auf, wenn vom Staatsverständnis des sogenannten IS oder der Taliban die Rede ist. Dabei gibt es schon ein Kalifat, über das sich seit Menschengedenken keiner aufregt: Marokko. Dessen König versteht sich in der Nachfolge des Propheten als Staatschef, als religiöser Führer, oberster Richter und Oberkommandeur der Armee. Seit etwa einem Jahr positioniert sich der bislang eher zurückhaltende Mohammed VI. mit seinen Forderungen immer klarer: den Korantext nicht wörtlich, sondern historisch-kritisch auszulegen; die eigene Vernunft zu benutzen, wenn man heilige Schriften liest. Zeitgleich meldet ‚M6‘ seinen Anspruch auf die religiöse Vormundschaft über die afrikanischen Muslime an. In der EU betrachtet man die Initiative mit Wohlwollen, hofft auf einen Gegenpol zu al Kaida im Maghreb und Boko Haram in Nigeria.

Konzert · 20.03 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Heinrich Schütz Musikfest

Schlosskirche Weißenfels

Aufzeichnung vom 13.10.2017

Über viele Jahre bis zu seinem Tod 1725 leitete Johann Philipp Krieger die Kirchenmusik an der Schlosskirche in der Stadt Weißenfels, in der Heinrich Schütz seine Kindheit und seine letzten Jahre verbracht hatte. Detailliert hat Krieger alle Werke aufgelistet, die er dort aufgeführt hat, die eigenen und die seiner Zeitgenossen und Vorgänger und die des berühmten Sohnes der Stadt. Dabei waren auch viele Werke von Johann Rosenmüller, dessen 400. Geburtstag das Heinrich Schütz Fest feiern möchte.

 

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Spielweisen · 22.05 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk

Heimspiel – Die Deutschlandradio-Orchester und Chöre

Zum Einstand trifft Philharmonie auf Industrie

Mit einem Beitrag von Leonie Reineke zu den Plänen von

Robin Ticciati

Am Mikrofon: Frank Kämpfer

Zum Saisonstart begrüßt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin seinen achten künstlerischen Leiter: den gebürtigen Londoner Robin Ticciati. Die erste Spielzeit als Chefdirigent beginnt dieser mit Attraktionen auf außerphilharmonischem Terrain. Beim Symphonic Mob treten Hunderte von Laienmusikern gemeinsam mit DSO-Musikern öffentlich in der Mall of Berlin auf. Wenige Tage später bespielt das Orchester die lange Turbinenhalle des ehemaligen Heizkraftwerks in Berlin Mitte. Hier trifft symphonisches Orchesterrepertoire auf elektroakustische Avantgarde.

Hörspiel · 21.30 – 22.30 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Merkwürdiger Junge, gefunden im Neuwagen

Von Christian Bernhardt

Regie: Wolfgang Seesko

Dlf Kultur 2017/ca. 59‘

(Ursendung)

BRD 1976, Carl und seine Tochter Bettina haben in Stuttgart das neue Auto abgeholt und sind unterwegs auf der Autobahn, als sie bemerken, dass hinten auf der Rückbank ein fremder Junge sitzt, der sich nicht erinnert, wie er heißt und wo er herkommt. Bettina möchte den seltsamen Mitfahrer schnellstmöglich loswerden, aber der Junge will bleiben und schlägt vor, ihr Bruder zu sein. Draußen wimmelt es von Straßensperren und Personenkontrollen, Polizisten suchen nach Terroristen. Ab der nächsten Raststätte fährt auch eine Katze mit.

 

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Marktplatz · 10.10 – 11.30 Uhr · Deutschlandfunk

Im Urlaub zu Hause

Die Ferienimmobilie in Deutschland

Am Mikrofon: Constanze Elter

Hörertel.: 0 08 00.44 64  44 64

marktplatz@deutschlandfunk.de

Meins! Wer würde das nicht gern sagen angesichts eines schmucken Ferienhauses auf Sylt oder der gemütlichen Ferienwohnung im Schwarzwald. Die Deutschen kaufen nicht nur im Ausland Ferienunterkünfte und vermieten die eigenen vier Urlaubswände in der Saison. Viele dieser sogenannten Ferienimmobilien werden im Inland gekauft, denn Deutschland ist ein attraktives Reiseland. Was genau unterscheidet eine Ferienimmobilie vom normalen Eigenheim oder einem Zweitwohnsitz? Wie funktionieren Vermietung und Eigennutzung, was sollte man als Vermieter unbedingt wissen? Was bedeutet so ein Feriendomizil steuerlich? Wer unterstützt beim Kauf, der Bewertung der Immobilie und wann stimmt letztendlich die Rendite?

JazzFacts · 21.05 – 22.00 Uhr · Deutschlandfunk

Luft, Erde, Feuer

Die musikalischen Elemente des Saxofonisten Johannes Ludwig

Vorgestellt von Anja Buchmann

Sein Altsaxofon-Sound ist dunkel und voll, schwebend und melodiös, zuweilen kantig und nach Freiheit strebend: Johannes Ludwig, Jahrgang 1988, studierte Saxofon und Komposition, unter anderem bei Joachim Ullrich, Steffen Schorn und Frank Gratkowski. Nun lebt er in Köln und ist von dort aus in vielen Ensembles aktiv. Nebenbei hat Ludwig gemeinsam mit seinem Saxofonkollegen Jens Böckamp das Label Float Music gegründet, gehört dem Unterrichtskollektiv Improve an und ist Initiator des Festivals ‚UpBeat Hohenlohe‘, bei dem er Auftritte junger und innovativer Bands mit Workshops und Werkstattkonzerten in Schulen verbindet. Musikalisch bewegt sich Johannes Ludwig im melodiösen und groovebezogenen Modern Jazz, den er immer wieder mit freien improvisatorischen Exkursionen aufbricht.

 

Freitag, 20. Oktober 2017

Milestones – Jazzklassiker · 22.05 – 22.50 Uhr · Deutschlandfunk

In memoriam Geri Allen (1957–2017)

Eine Erinnerung an die Pianistin und Komponistin

Von Karl Lippegaus

Geri Antoinette Allen wurde 1957 in Pontiac/Michigan geboren und wuchs in Detroit auf. Ihr harmonisch und rhythmisch komplexer, gleichwohl fließender Improvisationsstil machte Schule. Mit einer Dissertation über Eric Dolphy beendete Geri Allen ihr Studium der Musikethnologie, während sie im M-Base-Kollektiv des Saxofonisten Steve Coleman aktiv an bahnbrechenden Verbindungen von Jazz, Poesie und modernem Tanz mitarbeitete. Diese ganzheitliche Auffassung prägte Allens gesamtes Schaffen. Das Thema Frauen im Jazz war für die Pianistin ein zentrales Anliegen, wie ihre Kooperation mit der Sängerin Betty Carter oder ihre Erinnerung an die große Vorgängerin Mary Lou Williams zeigten. 2006 komponierte sie eine Suite für die Opfer und Überlebenden der Terroranschläge auf das World Trade Center. Geri Allen starb am 27. Juni 2017 mit 60 Jahren in Philadelphia.

Klangkunst · 0.05 – 1.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Schall und Klang

Von Christina Kubisch

Dlf Kultur 2017/ca. 54‘30

(Ursendung)

„Ich möchte einen Raum haben, in dem ich den Raum ausschalte.” In der Mitte des letzten Jahrhunderts zog der Dirigent Hermann Scherchen nach Gravesano, ein abgelegenes Tessiner Dorf. Auf seinem Anwesen baute er ein experimentelles Tonstudio und schuf so einen Begegnungsort für Wissenschaftler, Elektroakustiker und Musiker aus aller Welt. Über die Weihnachtsfeiertage 1956 befasste er sich intensiv mit der Positionierung von Mikrofonen. In ihrer Komposition transformiert Christina Kubisch die Aufnahmen dieser Studie – erst unmerklich, dann entschieden – und reflektiert so ein weiteres Mal die Verbindung von Klang und Raum. Besonderen Dank an die Akademie der Künste Berlin für das Archivmaterial.

 

Samstag, 21. Oktober 2017

Klassik-Pop-et cetera · 10.05 – 11.00 Uhr · Deutschlandfunk

Am Mikrofon: Der Bariton Benjamin Appl

Es gibt nicht viele junge Sänger, die sich so entschlossen auf den Lied- und Konzertgesang konzentrieren wie Benjamin Appl. Der vielfach preisgekrönte Bariton gibt Liederabende auf renommierten Bühnen wie dem Concertgebouw Amsterdam und der Wigmore Hall in London. In der britischen Hauptstadt studierte der gebürtige Regensburger Gesang. Zuvor hatte er sich zum Banker ausbilden lassen – bis die Liebe zum Singen doch überwog. Altmeister Dietrich Fischer-Dieskau unterrichtete ihn: Benjamin Appl ist der letzte Privatschüler des legendären Baritons.

Lange Nacht · 0.05 – 3.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Das Wirtschaftswunder der Literatur

Eine Lange Nacht über die Gruppe 47

Von Helmut Böttiger

Die Gruppe 47 ist ein Mythos geworden. Als sich am 6./7. September 1947 ein kleines Häuflein versprengter Schriftsteller bei der Surrealistin Ilse Schneider-Lengyel am bayrischen Bannwaldsee traf, war von dieser zukünftigen Bedeutung aber nichts zu ahnen. Alle waren noch relativ jung und unbekannt. Das literarische Milieu in Westdeutschland wurde von älteren Kulturfunktionären beherrscht, die schon in der NS-Zeit aktiv gewesen waren. Die Gruppe 47 wurde anfangs zwar ignoriert, aber sie entwickelte sich mit Autoren wie Günter Eich oder Heinrich Böll zu einer atmosphärischen Opposition in der Adenauer-Ära. Die ‚Lange Nacht‘ über die Gruppe 47 verdichtet auf spannende Weise die Kulturgeschichte der ehemaligen Bundesrepublik mit vielen O-Tönen und Zeitzeugen.

Die ‚Lange Nacht‘ wird ab 23.05 Uhr auch im Deutschlandfunk gesendet.

 

Sonntag, 22. Oktober 2017

Rock et cetera · 15.05 – 16.00 Uhr · Deutschlandfunk

„We will rock you”

40 Jahre ‚News of the world‘ von Queen

Von Tim Schauen

Sänger Freddie Mercury ist längst verstorben, die Musik lebt weiter: Stets läuft zum Abschluss jeder noch so kleinen titelbringenden Sportveranstaltung der Titel ‚We are the champions‘, der Song ist zur Fußball-Folklore verkommen. Dabei ist diese Hymne richtig gut, und nur eine von vielen, die die britische Rockband Queen vollbracht hat. Vor 40 Jahren erschien mit ‚News of the world‘ ihr sechstes Album, neben dem Stadionsong enthält es mit ‚We will rock you‘ gleich den nächsten bombastischen Kultsong – dabei sind auch musikalisch ganz anders angelegte Kleinode auf dem Album vertreten.

Kakadu für Frühaufsteher · 7.30 – 8.00 Uhr · Deutschlandfunk Kultur

Die Sache mit Ole

Von Angela Bernhardt

Gelesen von Anika Mauer

DKultur 2016

Lenya ist ein mutiges Mädchen, das sich nichts von den Jungen in ihrer Klasse sagen lässt. Auch nicht von Ole, obwohl der als der größte Angeber in der Klasse gilt. Ausgerechnet die beiden bleiben während der Bibliotheksführung zusammen im Lift stecken. Die Handys haben im Liftschacht keinen Empfang, der Notruf ist ohne Funktion. Und als wäre das nicht Stress genug, behauptet Ole auch noch unvermittelt, dass er Monstergeräusche hört. Nun stehen die beiden vor der Wahl: Eine mögliche Rettung abzuwarten oder sich selbst einen Weg in die Freiheit zu suchen.

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