Nachhören

70 Jahre Hörspielpreis der Kriegsblinden: „Jackie“ von Elfriede Jelinek

Ein Leben voller Glanz und Glamour, Bedeutung und Behauptung, Schicksalsschläge und Schocks. Jelinek umkreist in ihrem Hörspielmonolog Jacqueline Bouvier (1929−94), die Witwe des US-Präsidenten John F. Kennedy und des griechischen Milliardärs Aristoteles Onassis, mit biografischen Fakten und einem permanenten Vergleich mit Marilyn Monroe, Jackies stärkster Gegenspielerin.

„Das Bild einer so genannten Person der Zeitgeschichte, das an Sarkasmus wie aber auch an menschlichem Verständnis nicht zu übertreffen ist. Die Dichterin leiht dieser Jackie ihre unbarmherzige Intelligenz für die Durchleuchtung ihres Lebens, und bei der müden Intonation dieses Selbstbespiegelungstextes lernen wir etwas über die Inszenierung von Existenzen im dauernden Scheinwerferlicht der Medien. Kritisiert werden hier nicht zuletzt die voyeuristischen Konsumenten dieses Schicksals.“ (Jurybegründung Hörspielpreis der Kriegsblinden 2004).



Elfriede Jelineks Dankesrede zum Hörspielpreis der Kriegsblinden 2004

Jackie
Von Elfriede Jelinek
Mit Marion Breckwoldt
Regie: Karl Bruckmaier
BR 2003

© Bayern2, hör!spiel!art.mix, 1.10.2021

(Visited 150 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.