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„Sympathy for Life“ Neues Album der Parquet Courts „Ohnmächtig am Leben hängen“

„Sympathy for Life“ heißt das neue Album der New Yorker Band Parquet Courts. Sie liefern fetzige Popsongs und laden zum Mit-den-Füßen-Scharren ein. Von Alessa Mendolina.

„Sympathy for Life“, das neue Album der New Yorker Band Parquet Courts, überschreitet spielerisch die Grenzen von Punkrock und kritisiert verhüllt in experimentellen Tönen die laxe Coronapolitik. Schon gleich zum Auftakt des Albums schmiedet die Band in „Walking at a Downtown Pace“ Pläne für den Tag, an dem dereinst die Pandemie überstanden ist – und freut sich auf die Rückkehr ihrer lächelnden Freunde – ohne Maske.

Die Songtexte der Mittzwanziger verraten bei genauerer Betrachtung, dass die besonderen Umstände der vergangenen 20 Monate auch am künstlerischen Prozess der Parquet Courts nicht spurlos vorbeigeschlichen sind. Die dicht besiedelte Stadt New York wurde früh und besonders hart vom Coronavirus getroffen.

Aber nicht nur die heftigen Auswirkungen der Pandemie haben die USA beschäftigt, auch die Präsidentschaftswahl vor einem Jahr thematisiert die Band in ihren Songs. Die anfängliche Euphorie über den Sieg des demokratischen Kandidaten Joe Biden scheint verpufft und hinterlässt, zumindest in der Musik der Parquet Courts, ein Gefühl von Ohnmacht.



© TAZ, Kultur, 3.11.2021

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