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„Georgische Reise“ Weltliche und geistliche Gesänge von Roland Kunz

Georgien ist ein Land der „Polyphonie“, der Mehrstimmigkeit und des „Kontrapunkts“, der Gegensätze, ein Land, das erst vor drei Jahrzehnten seine Unabhängigkeit wiedererlangt hat und sich im Findungsprozess von innen heraus neu definieren muss(te): Politisch, wirtschaftlich, kulturell, musikalisch.

Der Ansätze gibt es viele, aber sie müssen zusammengeführt werden, zusammenklingen und zu einer gemeinsamen „Harmonie“ heranwachsen. Die Musik Georgiens bietet dazu bemerkenswerte Vorlagen wie etwa die eigenwillige, traditionelle georgische Polyphonie, die sich in weltlichen und geistlichen Gesängen eindrucksvoll Bahn bricht.
In Georgien ist der Frühling kurz, der Sommer oft sengend heiß, der Herbst sonnig-warm, der Winter schneearm und die Musik … mitunter rau.



© BR Klassik, Musik der Welt, 27.11.2021

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