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„Alsarah And The Nubatones“ Konzertmitschnitt vom 19. April 2017, Kulturzentrum Schlachthof, Bremen

Was ist „East African Retro-Pop“? Geprägt hat dieses Etikett die Sängerin und Texterin Alsarah. Die Frau mit der markanten Frisur stammt aus dem Sudan, lebt aber seit frühen Teenager-Jahren in den USA.

 

„Alsarah And The Nubatones“ formierte sie in Brooklyn, New York. Die Band klingt einerseits nordafrikanisch. Oud-Laute und Percussion sind typisch für die Region, ebenso die Melodien und die Grooves. Außerdem singt Alsarah in ihrer Muttersprache. Zugleich hat der Sound der fünfköpfigen Band einen globalen Pop-Appeal, nicht nur aufgrund der federnden Basslinien.

Erstaunlich ist diese Verknüpfung nicht. Alsarah hat vielfach betont, dass sie sich seit Kindesbeinen für verschiedene Traditionen interessiert hat. Nachdem sie als Achtjährige mit ihren Eltern aus Khartoum, der Hauptstadt des Sudan, in den Jemen und später in die USA gezogen war, kehrte sie immer wieder für begrenzte Zeit in die einstigen Heimatregionen zurück. Dabei war sie auch offen für aktuelle Musikströmungen und für Stilistiken angrenzender Kulturen, besonders der nubischen aus Ägypten.

Manara

In den USA, wo Alsarah einen Abschluß als Musikethnologin machte, war sie andererseits umgeben von Pop-Stilistiken verschiedenster Art. All das färbte ab auf ihr Songwriting und die Spielweise, die sie mit den Nubatones entwickelt hat. Auf die Idee, musikalische Elemente ihrer Herkunft mit anderen zu mischen, kam sie, nachdem sie in New York als Sängerin mit anderen Afro-Crossover-Bands aufgetreten war. In den Songtexten, die allesamt von ihr stammen, bezieht sie auch mal politisch Position. Das mag auch mit ihrem Elternhaus zusammenhängen: Vater und Mutter sind sudanesische Aktivisten, die ihrer Tochter ein entsprechendes Bewußtsein, aber auch ein klares Selbstverständnis als moderne Frau in der Gesellschaft vermittelten. „Manara“ heißt das neue, das zweite Album der bunt besetzten Gruppe aus New York. Dessen Stücke standen im Mittelpunkt des Bremer Konzertes.

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© Bremen 2, Sounds in Concert, 25.11.2017

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