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Hörspiel: „Man kann auch mit Müllabfällen schreien…“ – Kurt Schwitters politisch

Kurt Schwitters (1887-1948) hat immer die Eigengesetzlichkeit der Kunst behauptet. Sie sei kein Werkzeug, nicht zu missbrauchen im Dienst einer Klasse oder Politik. Seine Werke seien indes „weder Idiotie noch ein subjektives Spielen, sondern der Ausdruck unserer (seiner) Zeit, diktiert durch die Zeit selbst“.

Hörspielmagazin Extra von Thomas Zenke

Der Merz-Künstler Schwitters – das Kunstwort Merz spielt auf Kommerz an, auf ausmerzen oder im Homonym März auf Frühling, Erneuerung – war ein leidenschaftlicher Sammler. Er hob Zeitungsausrisse auf und Weggeworfenes, Abgewertetes, Abgelebtes, um aus den Scherben Neues zu bauen. Er traf eine Auswahl, transformierte und komponierte, ohne das Eigengift des Materials unlesbar zu machen. Er verhüllte also und enthüllte zugleich den realen Hintergrund. Zeitzeugen verstanden und empörten sich: Schwitters Werke seien aufrührerisch, eine Beleidigung der Nation, undeutsch.

„Man kann auch mit Müllabfällen schreien…“

Regie: Thomas Zenke
Mit Frauke Poolman, Michael Wittenborn, Volker Risch, Philip Scheppmann, Volker Niederfahrenhorst, Bernd Reheuser

© Produktion: DLF 2012

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