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Die Lusofónica Stage auf der WOMEX: Miroca Paris, Lúcia De Carvalho, Vitorino

Portugal ist das Drehkreuz der lusophonen, also portugiesischsprachigen Welt. Aus der Bürde kolonialer Vergangenheit ist inzwischen ein vielfältiger transatlantischer Kulturraum zwischen Europa, Afrika und Südamerika gewachsen, der auch die Musik umspannt.

Als die World Music Expo (WOMEX), das bedeutendste Branchentreffen der Globalen Musik, im letzten Herbst in Porto Station machte, war schnell klar, dass der lusophonen Musikwelt eine eigene Bühne gewidmet werden würde. Im prunkvoll-neoklassizistischen Teatro Nacional São João trat Abend für Abend eine erlesene Schar von Musiker*innen aus portugiesisch geprägten Ländern auf: Miroca Paris etwa von den Kapverden, der schon für Césaria Évora, Mariza und andere getrommelt hat, aber auch als Solokünstler erfolgreich ist.

Oder: Lúcia de Carvalho aus Angola, die in Portugal und Frankreich aufgewachsen ist und zudem eine besondere Verbindung zur brasilianischen Musik hat. Und: Vitorino, ein Urgestein der portugiesischen Liedermacherszene, groß geworden mit der Nelkenrevolution 1974 und auch heute noch, mit 79 Jahren, ein ebenso engagierter wie poetischer Vertreter seiner Zunft.



Miroca Paris & Band
Lúcia De Carvalho & Band
Vitorino & Band

(Aufnahmen vom 28./29. Oktober 2021 bei der WOMEX in Porto)

© HR 2, Hörbar in Concert, 5.5.2022

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