Für Lindsay Cooper (3. 3 1951 – 18.9.2013) … Work in Progress …. Aktualisiert 15.12.2025
Stimmen zu Lindsay:
Patrik Landolt, Intakt Records:
„Lindsay Cooper ist eine der großen KomponistInnen der aktuellen Musik im Grenzbereich von Independent Rock, Jazz, zeitgenössischer Kompositionsmusik. Ihre Werke sind leider unterschätzt und nur noch in einer kleinen Comunity präsent. Sie hatte zu wenig Zeit, um ihre Musik in die Welt zu tragen.
Lindsay Cooper war sehr herzlich, britisches Understatement, sehr gebildet. Sie brachte die politische und ästhetische Ambition zusammen. „Sahara Dust“, wie auch die anderen Werke von Lindsay Cooper, zielten mitten in die damalige politische Diskussion und sind auch heute noch hochaktuell.“
Die Musik von Lindsay Cooper hatte mich vom ersten Ton an berührt.
Die ersten CD’s waren von ‚New from Babel‘ und es folgten viele andere.
Aber es war nicht kontinuierlich, eine Zeit lang hatte ich sie aus den Augen / Ohren verloren,
aber sie war nie wirklich weg.
Es hing auch sehr damit zusammen, wie mir ihre Veröffentlichungen unter die Finger kamen.
Dazu auch die notwendigen Informationen.
‚Sahara Dust‘ war dann die letzte Produktion, die mir wirklich bewusst wurde.
Aber das größte Manko ist, dass ich sie nie persönlich kennenlernen konnte.
Später brachte mich ein tragischer Anlass in den Besitz vieler CD’s von und mit Lindsay Cooper.
Und damit begann das große Wiederhören!
In einer der vielen Mails mit Henning Bolte und über seine Sendereihe: ‚The Art Of The Improvisers‘ auf Conzertzender.nl war dann seine Frage an mich:
„Worüber würdest du den eine Sendung machen, was wäre dein Thema?“
„Lindsay Cooper!“ Ich musste wirklich nicht lange nachdenken …
Im Hinterkopf hatte ich auch Harry Lachners Antwort auf meine Frage.
„Wie es dazu kommt, dass er so viele Themen in seinen Sendungen bearbeitet?“
Er sagte: „Er wählt gern Themen, über die er wenig weiß, um etwas darüber zu lernen.“
Und so war die Idee geboren. Eine Sendung über Lindsay Cooper mit nicht mehr als 55 Min. Musik.
Ein Witz, wenn man an das umfangreiche Werk von Ihr denkt.
Aber auch eine Chance, Ihre Musik neuen Hörern zu vermitteln.
Link zur Sendung











Ich habe diese Fotos von Lindsay im Internet zusammen gesucht. Wenn ein Urheber dieser Fotos diese entfernt haben will, so reicht eine Mail an mich. Für alle anderen, die diesen Schritt nicht gehen wollen, bedanke ich mich! Und wenn einer noch Fotos hat, die er zur Verfügung stellen will, dann wäre das natürlich, wunderbar!
Stimmen zu Lindsay:
Alfred 23 Harth (A23H):
„Mit Lindsay zusammen hatte ich seit 1987 viele musikalische Erfahrungen
in unterschiedlichen Zusammenhängen: In Music for Other Occasions, unsere Duos fuer die LP Plan Eden, unser Trio Trabant a Roma mit Phil Minton und in ihrer großen Gruppe Oh Moscow. Sie war eine so zarte und liebenswerte Lady, die für alle Experimente offenstand, z. B. wenn sie schon sehr früh ihre Elektronik miteinbrachte und uns verband viel Inniges, so z. B. auch unser gemeinsamer Nachgeschmack zu der Oh Moscow-Tour in Russland 1991, der uns zum Titel unseres FMP-Albums State Of Volgograd fuehrte.“Ich bewundere ihren Mut, ihre Kreativitaet und Kraft.
Linkliste
Im Zuge meiner Recherchen über Lindsay Cooper bin ich auf viele, viele Seiten gekommen. Die wichtigsten davon habe ich hier aufgelistet. Somit könnt Ihr euch ein umfassenderes Bild von Lindsay machen.
Maggie Nicols, October 2013
Eine Würdigung aus Zürich, von Veit F. Stauffer
Fanseite für Lindsay
Ein Kommentar von Duncan Heining zu den Celebration Konzerten von 2014
Roxikon Seite über Lindsay
Udo Wolter – Jungle World – über Lindsay (gehört mit zum besten was ich über Lindsay gelesen habe)
The Guardian Nachruf auf Lindsay
The Guardian zu den Celebration Konzerten für Lindsay
Rigobert Dittmann in BA79
Wikipedia Lindsay in Deutsch Wikipedia Lindsay in Englisch
Und dann habe ich noch eine Wiederveröffentlichung auf dem Label: i dischi di angelica gefunden.
Stimmen zu Lindsay:
irène schweizer (aus Respekt vor Irène´Schweizer habe ich ihre Antwort genauso übernommen) :
ich habe lindsay ende der 70er jahre kennengelernt, als sie mit der gruppe HENRY COW in zürich aufgetreten ist. nachdem gig hat sie mich gefragt, ob ich mit ihr, maggie nicols, georgie born in einer „women’s“ group mitspielen möchte. die gruppe FIG (FEMINIST IMPROVISING GROUP) kam dann tatsächlich zustande und die zusammenarbeit mit lindsay war musikalisch sehr intensiv und hat mich total herausgefordert. lindsay war eine profi-musikerin mit ganzem herz und ich habe sehr gerne mit ihr zusammen gespielt. sie war immer sehr engagiert, war meistens ein sehr fröhlicher mensch mit dem speziellen „british humour“, den ich über alles liebte. als ich von ihrer krankheit in den 90er jahren erfuhr, war ich total schockiert und wusste nicht, wie ich reagieren sollte. ich habe sie dann ein einziges mal in london besucht, als sie noch sprechen und wir uns einen nachmittag lang unterhalten konnten. als ich von ihrem tod erfuhr, war ich sehr traurig – ich vermisse sie sehr und hoffe, dass ihre musik noch viele jahre weiterleben wird.
Auf der Suche nach Stimmen zu Lindsay hat sich ein langjähriger Mitstreiter per Mail gemeldet.
Phil Minton, der mit ihr auf Tour war für z. B. „Oh Moscow“ oder dem „Trio Trabant A Roma“ (ein wunderbares Trio mit Alfred 23 Harth !!! )
Der Stimme auf „Oh Moscow“ und „Sahara Dust“ … hat mir seine Gedanken zu Lindsay geschrieben:
„Lindsay could hear very complex music in her head
and she had the ability to transcribe that music so others could play,
listen and enjoy her incredible visions.
She also wrote simple and beautiful melodies and I miss her very much.“ – Phil MintonLindsay konnte sehr komplexe Musik in ihrem Kopf hören und sie hatte die Fähigkeit, diese Musik zu transkribieren, damit andere sie spielen, hören und ihre unglaublichen Visionen genießen konnten. Sie schrieb auch einfache und schöne Melodien, und ich vermisse sie sehr.