Regisseurin über feministische Filme „Nur Männer werden Genies genannt“
Für Regisseurin Katharina Mückstein ist die Fernsehbranche weiter vom männlichen Blick dominiert. Sie will diversere Figuren, Casts und Mitwirkende. Franziska Mayr interviewte Katharina Mückstein.
taz: In einem früheren Interview sprachen Sie davon, dass in der Filmgeschichte die schauende Person hinter der Kamera ein Mann und die angeschaute Person vor der Kamera eine Frau sei. Wie meinen Sie das, Frau Mückstein?
Katharina Mückstein: Wer hinter der Kamera arbeitet, entscheidet, wie die Person vor der Kamera abgebildet wird. Und damit auch, wie wir als Zuschauer:innen sie sehen. In der Entstehungsgeschichte des Kinos wurde der Bereich hinter der Kamera sehr schnell männerdominiert. Weiblich gelesene Körper hingegen wurden vor der Kamera in Szene gesetzt und sexualisiert.
© TAZ, Gesellschaft Medien, 6.1.2024
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