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„Die Vermessung des Magischen Realismus“ Von Gabriel García Márquez bis Daniel Kehlmann

Von Peter B. Schumann. Wenn Menschen Käfer werden und Dinge sprechen – der Magische Realismus lebt, nicht nur in Lateinamerika.

Im Deutschland der 1920er-Jahre ist der Begriff des Magischen Realismus entstanden, doch erst in seiner lateinamerikanischen Ausprägung hat er sich weltweit durchgesetzt. Der kubanische Schriftsteller Alejo Carpentier hat ihn in den vierziger Jahren eingeführt, und in den sechziger Jahren wurde er zum Markenzeichen der sog. Boom-Generation mit Gabriel García Márquez, Juan Rulfo und Mario Vargas Llosa. Sie alle sind längst Geschichte oder haben sich anderen Erzählformen zugewandt. Der Magische Realismus aber erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit und hat auch in Deutschland in Daniel Kehlmann einen begeisterten Vertreter gefunden. Die Begriffsdefinition des literarischen Stils ist so schwierig und vielfältig wie seine Attraktivität ungebrochen.



© Deutschlandfunk Kultur, Literatur, 15.9.2024

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