„Eisenhand im Samthandschuh“ Eine Hommage an Gabriel Fauré
Von Sabine Fringes. „Monsieur, nicht nur bewundere und verehre ich Ihre Musik, vielmehr war und bin ich in sie verliebt“. Diese Zeilen ließ Marcel Proust einmal Gabriel Fauré zukommen.
In seiner „Suche nach der verlorenen Zeit“ setzte er Faurés Musik ein Denkmal, denn „Kultur und Stil“ sei das, was sie neben Klang und Virtuosität lehre.
Gabriel Fauré hatte einen ganz eigenen Stil, war ein Original, er trat keiner Gruppe bei und bildete keine Schule. Die Klaviermusik von Gabriel Fauré ist so eigen und verschlungen, dass selbst Franz Liszt beim Vom-Blatt-Spiel seiner Ballade passen musste. „Eine Eisenhand im Samthandschuh, und was für ein Samt.“ Mit diesen Worten charakterisierte Sohn Emmanuel das Spiel seines Vaters. Das „Musikfeuilleton“ widmet sich aus Anlass seines 100. Todestags dem Leben und Werk Gabriel Faurés.
© Deutschlandfunk Kultur, Musikfeuilleton, 3.11.2024