Die Radiotipps für den 5.1.2025
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:03 – 06:00 Uhr ARD Jazz. Die Nacht
Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2024
Das 55. Deutsche Jazzfestival Frankfurt legte einen Schwerpunkt auf junge Musikerinnen und Musiker wie die Saxofonistin Emma Rawicz, den Trompeter Jakob Bänsch oder die Bassistin Lisa Wulff. Daneben waren natürlich auch etablierte Größen wie die Gitarristen Kurt Rosenwinkel und Bill Frisell oder der Bassist und Komponist Sebastian Gramss mit seiner Formation Meteors im Programm vertreten. Die hr-Bigband überzeugte mit einem Ellington-Tribute, inszeniert von Jason Moran, und einem Songzyklus, komponiert von Omer Klein und gesungen von Becca Stevens, und das hr-Jazzensemble feierte den Pianisten Bob Degen.
00:05 Uhr Ö1 Jazznacht
Belofour im November 2024 im Wiener RadioCafe; Musik von Betty Carter, Jimmy Scott, Keith Jarrett u. a.
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik
„Bäume aus Klang und Farbe“ Die amerikanische Komponistin Ruth Crawford Seeger. Vorgestellt von Hubert Steins
Schon in den 1920er-Jahren gehörte Ruth Crawford Seeger zu einer Gruppe amerikanischer Komponisten, die eine völlig neue, experimentelle musikalische Sprache anstrebten.
13:00 Uhr HR 2 Kaisers Klänge – Musikalische Entdeckungsreisen
Der Sound von Babelsberg – Deutsche Filmstars singen
Zarah Leander lässt sich vom Wind Lieder erzählen, und Heinz Rühmann bricht sogar den stolzesten Frauen die Herzen. Wer im frühen deutschen Tonfilm zum Star werden wollte, der musste auch singen können!
13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne
„Musik und Fragen zur Person“ Die Publizistin Mithu Sanyal im Gespräch mit Joachim Scholl
Klug, scharf und witzig schreibt Mithu Sanyal in Essays und Romanen über Feminismus, Rassismus und Identitätspolitik. Ihr Buch „Antichristie“ über den britischen Kolonialismus in Indien stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2024.
14:00 Uhr radio 3 Claudio Abbado
„Der Junge Gott“ Claudio Abbado – Physiognomie eines Faszinosums. Eine Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser (1/21)
Claudio Abbado erschien als die große Sphinx, als schweigsamer Verführer und zugleich „betont italienisch“ in Berlin. Seine Fräcke schienen eleganter, sein Auftreten weltgewandter, seine Verweigerungshaltung anziehender als bei jedem seiner Vorgänger bei den Berliner Philharmonikern. Steckbrief eines Vielgesuchten.
14:04 Uhr SWR Kultur lesenswert Feature
„Ich habe mit Engeln und Teufeln gerungen“ – Lebensspuren der Dichterin Mascha Kaléko. Von Simone Hamm
Witzig, weltläufig, lässig, pointiert – Mascha Kalékos Lyrik ist einzigartig in ihrem Sound. Es ist der Klang der 1920er Jahre. 1938 musste die jüdische Dichterin Nazideutschland verlassen. Jetzt erlebt sie ihre verdiente Renaissance.
15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature
„Revision – Von der Kunst, sich zu korrigieren“ Von der Kunst, sich zu korrigieren. Von Corinne Orlowski
Seinen Standpunkt revidieren – eventuell sogar bereuen? Mit dem Alter verändert sich nicht nur der Körper, sondern mitunter auch die Perspektive. Vier namhafte Kulturwissenschaftler blicken zurück auf Lebenswerk und Karriere.
15:05 Uhr Bayern 2 Radiomitschnitt
„Devendra Banhart“ vom 7. August 2024 in neuer Theaterfabrik in München.
15:05 Uhr Deutschlandfunk Rock et cetera
Das Magazin – Neues aus der Szene. Am Mikrofon: Tim Schauen
17:00 Uhr radio 3 Das Gespräch
„Meditation gegen destruktive Gefühle“ Der buddhistische Mönch Tenzin Peljor im Gespräch
Tenzin Peljor war schon immer ein Suchender. Nach einer schwierigen Kindheit suchte er sein Heil zuerst im beruflichen Erfolg, dann im Buddhismus. Er vertiefte sich ins Studium und legte die Gelübde eines Mönches ab. Doch Tenzin Peljor sprach öffentlich über Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt in buddhistischen Gemeinschaften. Am Mikrofon: Kirsten Dietrich
17:05 Uhr Bayern 2 Weltempfänger
Unter Druck – die Ukraine, mit dem Rücken zur Wand. Von Rebecca Barth
Die Ukraine steht zunehmend unter Druck. Zermürbung, Verzweiflung und auch Wut und Enttäuschung nehmen zu. 80 Prozent der Energie-Infrastruktur sind zerstört. Dem Militär fehlen tausende Soldaten und ausreichend Waffen, um neue Brigaden ausstatten zu können. Eine Lösung für all diese Probleme ist aktuell nicht in Sicht. Unter steigendem Druck stellt der ukrainische Präsident einen so genannten Siegesplan vor, der zu einem gerechten Frieden schon Ende 2025 führen soll. Aber der Plan hängt zu großen Teilen von den westlichen Partnern der Ukraine ab. Und denen fehlt nach über zwei Jahren Krieg noch immer eine einheitliche Strategie. Welche Chancen auf einen gerechten Frieden gibt es aktuell? Und wie empfinden die Menschen in der Ukraine die Debatten über mögliche Verhandlungen mit Russland? ARD-Ukraine-Korrespondentin Rebecca Barth berichtet.
17:10 Uhr Ö1 Spielräume Spezial
Musik, die Zeiten verbindet: Lieder von Wolf Biermann „re:imagined“
Stellt man Wolf Biermann eine Frage, verhält es sich mit der Antwort wie mit einem Bumerang: Mit voller Kraft schleudert der bald 90-jährige Liedermacher, als sei er halb so alt, die Frage in weitem Bogen von sich weg, macht sie zu einer Frage der ganzen Menschheit. Um anschließend fragende Antworten zu liefern, die niemals abschließend sind. Letztlich hat es sich auch mit seinen Liedern verhalten, die wohlklingende und poetische Fragen aufwerfen, mit der Perspektive auf ein besseres Leben.
18:00 Uhr NDRKultur Feature
Bin ich überflüssig? Oder: Wie ich versuchte, die Arbeit an diesem Feature künstlicher Intelligenz zu überlassen
Von Jörn Klare NDR 2023
Ich bin etwas beunruhigt. Nein, ich mache mir Sorgen. Genauer: Ich habe Angst. Obwohl … es ist eher Panik. Es geht um die Entwicklungen der auf künstlicher Intelligenz basierenden Systeme. Die Möglichkeit, mit einfachen Sprachbefehlen innerhalb weniger Sekunden Dialoge, Bildwelten, Lieder, Stimmen und was weiß ich nicht alles zu kreieren. Ich weiß nicht, ob deswegen ¬die Welt untergeht, doch ich bin mir, wie viele andere, sicher, dass unserer Arbeitswelt eine Revolution bevorsteht. Eine Revolution, die auch mich betrifft. Wird sie mich fressen? Der Titel dieses Features ist noch von mir. Der Rest? Wir werden hören.
18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel
„Rebeccas Töchter (1/2)“ Nach dem gleichnamigen Roman von Dylan Thomas
Aus dem Englischen von Wulf Teichmann
Komposition: Peter Zwetkoff Hörspielbearbeitung und Regie: Otto Düben (Produktion: SDR/WDR 1984)
18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel
„Die Möwe“ Von Anton Tschechow
Bearbeitung: Gerhard Niezoldi Regie: Hanns Korngiebel
Komposition: Friedrich Scholz Ton: Esther Zeiler RIAS Berlin 1960
Der Protagonist Konstantin Treplev gilt als eine von Tschechows größten männlichen Rollen: Mit ihm zeichnet Tschechow ein subtiles, feinfühliges Bild der russischen Gesellschaft um 1900.
19:00 Uhr HR 2 hr-Bigband
Konzerte und Produktionen u.a. Maria Schneider – hr-Bigband spielt Data Lords
hr-Bigband cond. by Maria Schneider, Hessischer Rundfunk, hr-Sendesaal, Frankfurt, Oktober 2024, Teil 1
19:05 Uhr Bayern 2 Zündfunk
Playback: Ein Déjà-vu mit der Band „Spliff“ Mit Michael Bartle
Es ist nicht oft so bei deutschen Alben, dass man nach Jahren oder sogar nach Jahrzehnten noch nahezu jede Zeile von jedem Song mitsingen kann – und das obwohl oder vielleicht weil die Lyrics etwas surrealistisch sind:
„Scusi, Singorina, willst du auch ‘n Spliff. Oder stehst du mehr auf Männer mit Schlips? Amaretto ist ein geiles Zeug, ich bin schon lull und lall“
So kocht Carbonara bei Spliff – die deutsche Band, die trotz oder wegen ihrer Dada-Texte zeitlos war. Die Band trennte sich schon vor 40 Jahren, nun wurden alle vier Alben der Band „Spliff“ wiederveröffentlicht, womit die Musik dieser genre-sprengenden deutschen Band eine nächste, eine neue Generation erreicht. Immerhin waren Spliff mit ihrem zweiten Album „85555“ knapp 60 Wochen in den deutschen Charts und haben Gold und Platin kassiert! Spliff waren also für viele Kids aus den 80ies der Soundtrack ihrer Jugend, auch weil sie zuvor mit Nina Hagen für Furore gesorgt haben. Und diesen Soundtrack lassen wir heute in diesem Playback nochmal auferstehen. Wir sprechen mit Reinhold Heil, der nach dem Ende von „Spliff“ für Tom Tykwer Soundtracks gebastelt hat, wir reden mit Bernhard „Potsch“ Potschka, dem Würzburger Mitglied von Spliff. Er war schon an Bord, als Spliff noch eine Polit-Rock-Gruppe war und sich Lokomotive Kreuzberg nannten, am Ende aber nur durch die Unterstützung der Gewerkschaft überleben konnte. Wir werden alte Interviews hören, die Herwig Mitteregger meinem Kollegen Norbert Joa bei „Eins zu Eins. Der Talk“ gegeben hat, wir werden sogar kurz Thomas Gottschalk hören, der mit der Band 1981 vor ihrem Auftritt im Dortmunder Westfalenstadion geklönt hat. Dieses seltene Fundstück haben wir in einer Spliff-Gruppe gefunden, die es auf Facebook gibt. Die Spliff-Radioshow: Ein Déjà-vu mit einer wegwesenden deutschen Band. Wiederholung vom 04. Dezember 2024
20:00 Uhr HR 2 Konzertsaal
„Rheingau-Musik-Festival – Argentinische Nacht“ Konzert mit Anastasia Kobekina auf Schloss Johannisberg
(Aufnahme vom 15. August 2024 aus dem Fürst-von-Metternich-Saal auf Schloss Johannisberg)
20:00 Uhr ByteFM Neuland mit Paula Bühler
Best Of Dezember 2024
Neues Jahr, neue Musik! Wir nehmen den Jahreswechsel aber zum Anlass, noch mal zurückzublicken: auf die Alben und EPs, die im Dezember 2024 erschienen sind und die zwischen Wham! und Mariah Carey auf keinen Fall vergessen werden dürfen. U. a. mit dabei sind Neuerscheinungen von White Denim, Fritzi Ernst, Shitney Beers und A Certain Ratio.
20:03 Uhr SWR Kultur Abendkonzert
„RheinVokal 2024“ Patrick Grahl (Tenor) + Klara Hornig (Klavier)
Mit Werke von Hanns Eisler, Johannes Weyrauch, Wilhelm Weismann, Rudolf Wagner-Régeny
(Konzert vom 10. August 2024 im Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen)
20:03 Uhr Bayern 2 Das ARD radiofeature
„Medienkrieg im Nahen Osten“ Doku über Propaganda im Gaza-Konflikt
Von Marc Thörner NDR 2025
Der Gaza-Krieg spielt sich nicht nur auf den Schlachtfeldern ab. Genauso wichtig ist es den Kontrahenten, die Meinungshoheit zu erringen. In den konservativ-rechten israelischen Medien wird der Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 als „das schlimmste Pogrom seit dem Holocaust“ ausgelegt. In einem Videoauftritt schildert ein israelischer Offizier in der Rolle eines Bloggers die Lage aus der Perspektive der israelischen Armee. In der offiziellen Terminologie werden Feinde nicht getötet, sondern „neutralisiert“. Wie kommentieren das kritische Stimmen aus der israelischen Zivilgesellschaft? Auf der arabisch-palästinensischen Seite bezeichnen Medien, allen voran Stimmen in Social-Media-Kanälen, die israelische Eskalation als „Genozid“ an den Palästinensern. Dies bekräftigen täglich tausende nicht objektiv nachprüfbarer „realistischer“ Fotos und Videos von Toten, Verletzten und Gräueltaten auf Instagram oder TikTok. Was bewirken die konträren Narrative? Gibt es eine politische Dynamik, die kriegsentscheidend sein kann? Welche Rolle spielt der TV-Sender Al Jazeera im katarischen Doha? Gibt es journalistische Vorgaben der Leitungsebene über die Berichterstattung im Gaza-Krieg; sollen Images geschaffen werden? Einst schien Al Jazeera einen Beitrag zur Demokratisierung zu leisten, demaskierte der Sender arabische Diktaturen. Heute scheint sich Al Jazeera als Sprachrohr des „globalen Südens“ zu verstehen, mit deutlicher Kritik am westlichen Demokratie-Modell. Inwieweit verändert sich auch die traditionell Israel-gewogene Berichterstattung in Deutschland?
20:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert
Arturo-Toscanini-Auditorium, Turin
Théodore Akimenko: „La Nymphe Larmoyante“ für Orchester (arrangiert von Kirill Karabits)
Aram Chatschaturjan: Violinkonzert d-Moll op. 46
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70
Sergey Khachatryan, Violine; Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI
Leitung: Kirill Karabits
Aufzeichnung vom 12.12.2024
20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature
Jeder ist seines Glückes Schmied oder: Das Glück der Fülle. Von Jean-Claude Kuner
Regie: der AutorTon und Technik: Jutta Liedemit und Christina Ocker
Produktion: NDR/RBB 2005
Wir alle wünschen uns Glück, nicht nur zum Neuen Jahr. Doch wo finden wir es? Wie schaffen wir es, dauerhaft glücklich zu sein? Unser Autor begibt sich auf die Suche. Und kommt am Ende zu einer überraschenden Erkenntnis.
22:03 Uhr Bayern 2 Eins zu Eins. Der Talk
Gast: Julian Nida-Rümelin, Philosoph
Julian Nida-Rümelin hat eine Art Doppelrolle inne: Er bewegt sich zwischen Philosophie und Politik, war sowohl Philosophieprofessor als auch Kultur-Staatsminister. Sein neues, teils biografisches Buch heißt „Ähren im Wind“. Im November war er zu Gast in „Eins zu Eins. Der Talk“.
22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz
Die Kunst der Reduktion – Der Snaredrum-Spieler Etienne Nillesen. Von Thomas Loewner
Die in Heavy Metal- und Rockkreisen geschätzte, monströse „Schießbude“ mit einer ganzen Batterie aus Trommeln und Becken unterschiedlicher Größen war im Jazz noch nie besonders weit verbreitet. Bassdrum, Snare, ein, zwei Toms, Hi-Hat und einige Becken – damit begnügen sich die meisten Jazzer. Der Kölner Schlagzeuger Etienne Nillesen hat die Reduktion seines Sets auf die Spitze getrieben: seit einiger Zeit konzentriert er sich darauf, ein bis maximal zwei präparierte Snaredrums zu spielen. Die Klangvielfalt, die er ihnen mithilfe von Holzschlägeln mit Gummiköpfen entlockt, sucht ihresgleichen.
23:03 Uhr SWR Kultur Essay
„Die Hecke“ Von Barbara Kaufmann
Am 29.12.2020 spätnachts spazieren der 20-jährige Krys M. und seine Freunde am Rheinufer in Köln Porz entlang. Der Rentner Hans Josef B., zu dieser Zeit CDU Bezirksrat, fühlt sich von ihnen belästigt.
23:03 Uhr WDR 3 Studio Neue Musik
Giacinto Scelsi – Medium oder Tonbandkünstler? Mit Friedrich Jaecker
Der geheimnisumwobene Komponist Giacinto Scelsi inszenierte sich als Medium, das göttliche Eingebungen in nächtlichen Tonbandimprovisationen festhielt. Studio Neue Musik stellt Tonbänder und fertige Werke einander gegenüber – mit überraschenden Befunden.
Mit Ausschnitten aus
Giacinto Scelsi: Quattro Pezzi per Orchestra (1959)
Hymnos (1963): für zwei Orchester, Orgel und Schlagzeug
Xnoybis (1964): für Violine
Anahit (1965): für Violine und 18 Instrumente
sowie Tonbandaufnahmen aus dem Scelsi-Archiv in Rom