Die Radiotipps für den 2.2.2025
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:03 – 06:00 Uhr ARD Jazz. Die Nacht
Jazzfestival Münster 2025
Eine Nacht mit Deutschlandpremieren: Höhepunkte des Jazzfestival Münster 2025, vorgestellt von Thomas Mau (WDR)
Das Jazzfestival Münster 2025 präsentierte erneut eine faszinierende Mischung aus internationalen Stars, innovativen Projekten und unentdeckten Talenten. Mit dabei waren einige der spannendsten Stimmen und Ensembles der aktuellen Jazzszene.Am Samstagabend eröffnete das Louis Sclavis Quintet mit seinem Programm „India“ das Festival. Der Klarinettist Louis Sclavis und sein Ensemble kombinierten kraftvolle Melodien mit subtilen Klanglandschaften. Es folgte das Jasper Høiby’s Three Elements Trio, das mit dynamischem Spiel und spannenden Kompositionen beeindruckte. Am Sonntag standen weitere Highlights auf dem Programm. Das Xhosa Cole Quartet präsentierte mit „Freemonk“ eine Hommage an Thelonious Monk, die von virtuosem Zusammenspiel und energetischem Groove geprägt war. Das Clara Haberkamp Trio, Preisträger des Westfalen-Jazz-Preises 2025, faszinierte mit lyrischen Eigenkompositionen und außergewöhnlichem Zusammenspiel.
Weitere Höhepunkte waren Yom x Ceccaldi Brothers mit ihrem Programm „Le Rythme du Silence“, das Einflüsse aus zeitgenössischem Jazz und Weltmusik zu einem einzigartigen Klangbild verschmolz, sowie die mitreißende Performance von Andrés Coll’s Projekt „Odyssey“, das rhythmische Raffinesse und musikalische Tiefe vereinte.
Moderiert von Thomas Mau, führt diese ARD Jazznacht durch die Vielfalt des Festivals und bietet die Möglichkeit, die unvergesslichen Konzertmomente noch einmal zuerleben. Einschalten lohnt sich – für eine Nacht voller inspirierender Klänge und großartiger Musikerlebnisse.
0:05 Uhr Ö1 Jazznacht
Souvenirs + musikalische Postkarte: Februar
Erinnerungen: Jutta Hipp, Kristian Jørgensen und Dave Bargeron
Manu Delago Ensemble & Mad About Lemon, INNtöne 2024
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik
„Ich habe es nie bereut“ Der Bariton William Pearson in Deutschland. Von Egbert Hiller
Sprach-Artistik war ein Markenzeichen von William Pearson. Er kam nach Deutschland, um die Opernbühnen zu erobern – und avancierte zu einem der bedeutendsten Interpreten Neuer Musik.
13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne
Musik und Fragen zur Person: Die Journalistin Anne Will im Gespräch mit Christiane Florin
Ein Name, eine Marke: Sie moderierte die Tagesthemen und die wichtigste politische TV-Talkshow. Nach dem Abschied vom Bildschirm wurde sie Podcasterin. Anne Will beherrscht die Kunst, Fragen zu stellen. Jetzt stellt sie sich unseren Fragen.
14:00 Uhr radio3 Claudio Abbado
Eine Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser (5/21) Student in Wien
Abbado als Schüler und Kommilitone von Jansons, Mehta und Co.
In Wien sozialisiert, war Claudio Abbado ein oft genannter Musterschüler des berühmten Hans Swarowsky, ganz so wie Mariss Jansons, Zubin Mehta, Giuseppe Sinopoli und Iván Fischer. Sind es angenommene Wiener Gene, die seine Basis waren? Ein Orts-Besuch, auch beim Walzer. In schönen, wienerisch versüßten Aufnahmen.
14:00 Uhr HR 2 Hörspiel
„10 Atemzüge“ – Folge 5 & 6
Mit Stefan Kaminski, Luise Wolfram, Felix Goeser und Kathrin Angerer
Ein Stadthaus, vier Etagen und vier Frauen, bei denen die Libido und das Bedürfnis nach Sex in ihren ganz unterschiedlichen Lebensphasen mächtig an die Tür klopft.
15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature
Thomas Harlan und seine Erkundungen zum „Vierten Reich“ Von Beate Ziegs
15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel
„Die Glücklichen und die Traurigen“ von Jakob Nolte
Komposition: Moritz Löwe Regie: Jakob Nolte und Moritz Löwe BR 2020
Die ökologischen Fehlentscheidungen eines Autokonzerns drohen Niedersachsen in den Ruin zu stürzen. Um einen Bankrott des Bundeslandes abzuwehren, wird ein kleines Städtchen am Deister an eine anonyme Investorin verkauft, die es in etwa 19.000 Containern inklusive Bevölkerung auf ein Frachtschiff lädt, um es als Freizeitpark an einem noch unbekannten Ort wieder aufbauen zu lassen. In komischen, poetischen, traurigen, philosophischen Gesprächsfetzen erzählt „Die Glücklichen und die Traurigen“ von Menschen, die zu Ware geworden sind und von ihrer Irrfahrt. Jakob Nolte zeichnet das Groteske mit Leichtigkeit, um es dann unerwartet mit politischem Gewicht zu beschweren. Und so plaudern die Einwohner des kleinen Städtchens an Deck des Frachtschiffs verloren und munter vor sich hin. Uferlos, abgründig, aber doch so herrlich absurd, dass zu wünschen wäre, diese Reise würde niemals enden.
18:00 Uhr HR 2 Feature
„Ein Bär ist eher eine Insel als ein Mensch“ Die Kanadische Schriftstellerin Marian Engel
Von Manuela Reichart
Eine Frau verliebt sich in einen alten Bären, verbringt einen Sommer und hat Sex mit ihm. Mit dem Roman BÄR wurde Marian Engel 1976 berühmt. Die grandios erzählte Geschichte schockiert noch heute, denn es geht hier eben nicht um eine symbolische, sondern eine höchst realistische Liebe. Marian Engel muss bei uns erst noch entdeckt werden.
18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel
Königreich der Dämmerung (2/2) – Eine neue Heimat
Nach dem gleichnamigen Roman von Steven Uhly
Musik: Peter Kaizar Hörspielbearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann
(Produktion: SWR 2017)
18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel
Und alle Tiere rufen: Dieser Titel rettet die Welt auch nicht mehr
Ein vielstimmiges Requiem-Manifesto der ausgestorbenen Arten
Von Thomas Köck Hörspielregie: Anouschka Trocker
Bühnenregie: Marie Bues
Kunstfest Weimar / Deutschlandfunk Kultur 2021
Die verschwundenen Tiere dieser Welt melden sich zu Wort. Ein vielstimmiger Abgesang auf die Fauna und die Menschheit. Das Hörspiel wurde auf der Theaterbühne des Kunstfestes Weimar 2021 aufgenommen.
Anschließend: Werkstattgespräch zu: Und alle Tiere rufen …
Von Johann Mittmann Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2021
19:00 Uhr HR 2 hr-Bigband
Konzerte und Produktionen u.a. mit:
Mingus, Monk and Me || hr-Bigband feat. Bill Frisell cond. by Michael Gibbs, 39. Deutsches Jazzfestival Frankfurt, Hessischer Rundfunk, hr-Sendesaal, Oktober 2008
19:45 Uhr Ö1 Konzert
Highlights der Konfrontationen Nickelsdorf 2024 (2)
Eve Risser’s Red Desert Orchestra und das Luís Vicente 4tet
Ende Juli 2024 fanden die Konfrontationen statt. Die 44. Ausgabe des Festivals für freie und improvisierte Musik bot in der Nickelsdorfer Jazzgalerie an drei Abenden wieder ein volles Programm mit elf Ensembles zwischen Trio- und Big-Band-Formationen. In der Ö1 Supernova ist der zweite und abschließende Teil mit ausgewählten Konzertaufnahmen zu hören mit Eve Risser’s Red Desert Orchestra, dem Luís Vicente 4tet sowie Trios mit Georg Graewe und John Butcher.
20:00 Uhr HR 2 Konzert
Das Ensemble Modern in der Alten Oper Frankfurt
Juliet Fraser, Sopran
Jaan Bossier, Klarinette
Ensemble Modern
Leitung: Brad Lubman
Brad Lubman: …to quiet the mind… (2023) (Deutsche Erstaufführung)
Kaija Saariaho: Lichtbogen (1986)
Brian Ferneyhough: La Chute d’Icare (1988)
Klaus Ospald: Zweite Kammersinfonie „Il fiore del deserto“ (2005/06) (Deutsche Erstaufführung)
(Aufnahme vom 11. Dezember 2024 aus dem Mozart-Saal)
Vier denkbar kontrastierende Spielarten der Neuen Musik prägten das Abonnementkonzert des Ensemble Modern und sorgten für einen atmosphärisch sehr abwechslungsreichen Abend.
20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert
„Philharmonie Berlin“
Samuel Barber: Adagio for Strings
Sofia Gubaidulina: „Der Zorn Gottes“ für Orchester
ca. 20.35 Konzertpause
Wir alle sind schuldig – aber worin besteht unsere Schuld?
Kirill Petrenko und Sofia Gubaidulina im Gespräch. Von Margarete Zander
Sergej Rachmaninow: „Francesca da Rimini“, Oper in zwei Szenen mit Prolog und Epilog op. 25
Libretto: Modest Tschaikowsky nach der „Divina Commedia“ von Dante Alighieri
Francesca – Galina Cheplakova, Sopran
Paolo Malatesta – Dmytro Popov, Tenor
Dante Alighieri – Dmitry Golovnin, Tenor
Lanceotto Malatesta – Vladislav Sulimsky, Bariton
Vergils Geist – Ilia Kazakov, Bass
Rundfunkchor Berlin
Berliner Philharmoniker
Leitung: Kirill Petrenko
20:00 Uhr ByteFM Neuland mit Patrick Ziegelmüller
Kollaborationen und Jazz, Jazz, Jazz
Brian Weitz, auch bekannt unter dem Pseudonym Geologist und Mitglied von Animal Collective, hat sich mit Gang Gang Dance-Mitglied Doug Shaw als Geologist & D.S. zusammengetan. Auf ihrem Album „A Shaw Deal“ hat Weitz den feinen Gitarren-Folk von Shaw neu arrangiert und lässt eine Vielzahl von Loops und Bearbeitungen durch sein Modularsystem laufen, um aus alten Stücken neue Formen zu schaffen. Außerdem neue Musik von Bonnie „Prince“ Billy, Maribou State, Circa Waves, Terence Etc, Frànçois & the Atlas Mountains, Laundromat Chicks, Gus Englehorn sowie eine ausführliche Vorstellung von „Eusexua”, unserem Album der Woche von FKA Twigs.
20:00 Uhr radio3 Konzert
Andrés Orozco-Estrada dirigiert das Deutsche Symphonieorchester Berlin
Mit einer Rede von Michel Friedman und Texten von Friedrich Nietzsche, gelesen von Iris Berben – live zeitversetzt aus der Philharmonie Berlin
Lili Boulanger: Psalm 24 für Chor, Orgel und Orchester
Johannes Brahms: „Schicksalslied“ für Chor und Orchester
Richard Strauss: „Also sprach Zarathustra“, mit Texten von Friedrich Nietzsche
Arnold Schönberg: „Friede auf Erden“ für Chor und Orchester
Iris Berben, Sprecherin; Michel Friedman, Redner
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin – DSO; Rundfunkchor Berlin
Andrés Orozco-Estrada
Live-Aufnahme vom 1. Februar 2025
20:03 Uhr SWR Kultur Abendkonzert
„Ettlinger Schlosskonzert“
Tianwa Yang (Violine); Nicholas Rimmer (Klavier) „Nachrufe“
Johannes Brahms: Violinsonate Nr. 1 G-Dur op. 78
Wolfgang Rihm: „Phantom-Studie“ (1993/2015)
Leoš Janáček: Violinsonate
Sicong Ma: Nostalgie
Francis Poulenc: Violinsonate d-Moll „à la mémoire de Federico Garcia Lorca“
(Konzert vom 22. Dezember 2024 im Asamsaal)
20:03 Uhr Bayern 2 Radiofeature
„Der Global Player und die Muse“ Das ungewöhnliche Leben des Alastair McGuckian
Von Dieter Mayer-Simeth
Einen Kuhstall in Saudi-Arabien zu bauen, klingt nicht sehr naheliegend. In unserer Vorstellung gehören Kühe auf saftige Wiesen und nicht in die karge Wüste.
Der Ire Alastair McGuckian hat in den 70ern trotzdem Milchvieh nach Saudi-Arabien gebracht, heute leben 10000e Rinder in dem Land. Das nötige Wasser wird aus hunderte Meter tiefen Reservoirs heraufgepumpt. In diesem radioFeature geht es um einen ungewöhnlichen Unternehmer. Alastair McGuckian ist ein höflicher und unaufdringlicher Mensch. Er hat gewagte Geschäftsideen, interessiert sich aber eigentlich vor allem für Musik. Er stammt aus einer Familie von Großbauern und hat keine musikalische Ausbildung, aber auf Geschäftsreisen hat er seine tin whistle dabei und dann komponiert er eines Tages auch noch ein Musical…
20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature
„Forensic Architecture“ Der Staatsgewalt auf der Spur
Von Lorenz Schröter Regie: Nikolai von Koslowski Ton: Jonas Bergler WDR 2022
Forensic Architecture ist eine Agentur, deren Ergebnisse in Gerichtsverfahren Beachtung finden. Sie nutzt forensische Methoden, die bisher dem Staat vorbehalten waren, um geheime Handlungsverläufe zu rekonstruieren.
21:05 Uhr Deutschlandfunk Konzertdokument der Woche
„Brain of Love“
Sarah Nemtsov: Seven Colours
Alexander F. Müller: Shards
Andreas Paparousos: 8°3
Elnaz Seyedi: Dazwischen als statistischer Sonderfall
Eres Holz: Brain of Love
Ensemble New Babylon
Aufnahme vom 20.10.2024 im Sendesaal Bremen
Am Mikrofon: Hanno Ehrler
Emotionalität und Körperlichkeit waren die Koordinaten eines hoch intensiven Abends mit dem Ensemble New Babylon im Sendesaal Bremen im vergangenen Herbst. Die auf neue Musik spezialisierte Bremer Formation hatte dafür dem in Berlin ansässigen Eres Holz einen Auftrag erteilt. Holz beschäftigt sich mit existenziellen Fragen des Lebens und dem Verlust von Menschlichkeit heute. Sein uraufgeführtes Ensemblestück „Brain of Love“ gab dem Abend das Motto. Werke von Sarah Nemtsov und Elnaz Seyedi hingegen verwiesen auf die Befassung mit Tod und Trauer und den Sonderfall menschlichen Daseins. Die Formation New Babylon bezog an ihrem Abend Elektronik und Momente von Rockmusik ein und offerierte in kluger Dramaturgie eine breite Palette zeitgenössischer Positionen auf hohem Niveau.
22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz
Träume, Beats und kühne Konstruktionen – Der Schlagzeuer Leif Berger. Von Odilo Clausnitzer
Vielleicht kann er alles? Als Sideman ist Schlagzeuger Leif Berger in ganz unterschiedlichen Stilen unterwegs, vom filigranen Jazz in Pablo Helds Buoyancy Quartet bis zum experimentellen R&B von Salomea. Sein jüngstes Projekt als Co-Leader, „Neon Dilemma“, ist die aufregende, elektronisch informierte und intellektuell höchst anspruchsvolle Version eines Klaviertrios. Und dann sind da noch die Soloalben, die der konsequent kreative Träumer über die letzten Jahre online veröffentlicht hat: abstrakt-versponnene Songs, alleine an verschiedenen Instrumenten geschichtet. Eine ganze Welt am Drumset.
22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Literatur
„Das Kleingedruckte“ Die „Zeitschrift für Ideengeschichte“ liest das Impressum des Zeitgeistes
Mit Rainald Goetz und Stephan Schlak Aufzeichnung im Wissenschaftskolleg Berlin vom 22.02.2023
Das Kleingedruckte wird nicht überlesen, es wird meist gar nicht gelesen. Schlecht für die Zeitdiagnostik, meint die „Zeitschrift für Ideengeschichte“.
23:03 Uhr Bayern 2 Nachtmix
„Popcast – Neue Musik aus Deutschland“ Heute mit Sinem, Kat Frankies Bodies, Yu, Das Format und die Goldenen Zitronen
Mit Angie Portmann
23:03 Uhr SWR Kultur Essay
„Politics – What’s Love got to do with it“ Von Mithu Sanyal
23:03 Uhr WDR 3 Studio Neue Musik
Void and Womb – Musik aus der Cobar Sound Chapel. Mit Patrick Hahn
In einem rostigen Wasserspeicher im australischen Outback hat der Komponist Georges Lentz eine Soundchapel eingerichtet, in der ganzjährig Musik erklingt. 43 Stunden hat er inzwischen für seine „Riesenleinwand“ unterm Sternenhimmel komponiert.
Georges Lentz aus “String Quartet(s)” (2023–2024)
Musik aus der Cobar Sound Chapel
The Noise String Quartet
Véronique Serret, Mirabai Peart, Violine James Eccles, Viola Oliver Miller, Violoncello