Das Quartett-Album „Arcanum“ – Landschaft mit mehrdeutigen Konturen
Ein Musiktipp von Hans-Jürgen Linke (FR). An diesem Album ist vieles zutiefst skandinavisch, aber das kann ja gerade in der zeitgenössischen improvisierten Musik allerhand Unterschiedliches heißen.
Fangen wir an mit der Besetzung – zwei Norweger (Trygve Seim, Saxofone, Arve Henriksen, Trompete), ein Schwede (Anders Jormin, Bass), ein Finne (Markku Ounaskari, Schlagwerk), Aufnahmeort war das Village Recording Studio in Kopenhagen, Dänemark.
Die Initiative für die Band ging vorwiegend von Ounaskari aus, aber es gibt keinen Bandnamen und auch nicht wirklich einen Bandleader. Jeder hat seinen individuellen Horizont eingebracht, außer Arve Henriksen auch jeder eigenen Kompositionen, und so ist „Arcanum“ ein weiträumiges und multiples Gebilde.
© Frankfurter Rundschau, Kultur, Musik, 21.4.2025