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„So long good-bye“ Feature von Harun Farocki

Berlin 1978: in den Hansa-Tonstudios wird eine Disco-Single produziert. Dokumentarfilmer Harun Farocki, damals für kurze Zeit im Radio tätig, ist von Anfang bis Ende dabei und seziert den Aufnahmeprozess mit kapitalismuskritischem Besteck.

In den Hansa-Studios in Berlin wird im April 1977 in 18 Stunden eine Disco-Single von drei Minuten Länge produziert. Harun Farocki hat die Produktion von Anfang bis Ende aufgezeichnet: Die Studiomusiker spielen die Noten prima vista, die aus New York eingekaufte Sängerin hat leider nicht die Stimme, Rhythmusgruppe und Chor sind unterbesetzt. Aber all das kann eine mit einer 24-Spur-Maschine gerüstete Produzententruppe nicht schockieren. Beinahe als Livereportage und zugleich mit kapitalismuskritischem Besteck seziert Farocki eine Produktion der Musikindustrie.

Reihe: Wirklichkeit im Radio
So long good-bye
Von Harun Farocki
Regie: Harun Farocki
Mit: Achim Baumann
Produktion: WDR 1978

Harun Farockis Rückblick auf „So long-goodbye“ im Jahr 2010
Im Anschluss senden wir ein Gespräch aus dem Jahr 2010, bei dem Harun Farocki auf So long good-bye, eine seiner wenigen Radioarbeiten, zurückblickt.

© Deutschlandfunk, Feature, 29.3.2025

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