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Ein musikalisches Doppelleben: Alexander Balanescu

Der 1954 geborene, rumänische Geiger und Komponist Alexander Balanescu ist tief beeindruckt von der legendären rumänischen Sängerin Maria Tanase (1913-1963): „Sie hatte die Fähigkeit zu kommunizieren, sie war kompromisslos – in ihren künstlerischen Idealen und in ihrer Haltung zu den Menschen.“

Mit Babette Michel

Die „Piaf des Ostens“ weltweit bekannt zu machen, das ist das Ziel des Projekts Maria T. Tanases Lieder bilden die Basis der Kompositionen von Alexander Balanescu. Bei „Maria T“ lassen die Streicher des bekannten Balanescu Quartet, unterstützt vom Londoner Perkussionisten Steve Arguelles, Musik, Licht, Video und Sound zusammenspielen. Nie gibt Alexander Balanescu sich mit herkömmlichen Spielweisen zufrieden. Nie beschränkt er sich auf elitäre oder unkommunikative Musik. Schon während seiner Zeit an der Juilliard School in New York führte er ein musikalisches Doppelleben. Bach und Beethoven waren seine Helden, aber auch Philipp Glass und Laurie Anderson, Xenakis und Ligeti, Bartók und Enescu, Kraftwerk, und … Maria Tanase! Sie erinnert ihn an seine Kindheit. An seine rumänische Heimat, die er im Zuge jüdischer Auswanderungen 1969 verließ. An die Emotion und das Menschliche in der Musik.


Ein Konzert vom 11. Juli 2013 aus dem Thüringer Landestheater, Rudolstadt

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© WDR 3, Jazz & World, 2.5.2018

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