Radiotipps

Die Radiotipps für den 29.6.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


0:05 Uhr Ö1 Jazznacht

Celebrate summer + Watts/Lightsey/Moye
Steve Watts/Kirk Lightsey/Don Moye bei den INNtönen 2024


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Studio LCB

„Aus dem Literarischen Colloquium Berlin“ Zu Gast: Katja Petrowskaja
Gesprächspartner: Marcel Beyer, Peter Geimer Moderation: Tobias Lehmkuhl

Schon in „Vielleicht Esther“, ihrem preisgekrönten Debüt von 2014, spielen Fotografien eine wichtige Rolle. Seither hat Katja Petrowskaja regelmäßig Foto-Betrachtungen geschrieben und veröffentlicht, Texte über historische und aktuelle Bilder, über eigene Aufnahmen und Aufnahmen von Kriegsfotografen, über Porträts, Landschaften und street photography.


13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person: Der Galerist Werner Klein im Gespräch mit Marietta Schwarz
Werner Klein studierte katholische Theologie, wurde Buchhändler und gründete vor 25 Jahren seine eigene Galerie, wo er vor allem Zeichnungen präsentiert. Kunst, die leise und doch eindringlich ist – häufig mit starken Bezügen aus der Natur.


14:00 Uhr radio 3 Claudio Abbado

Eine Musikserie von Kai Luehrs-Kaiser (26/26) „Finale im Fextal“ Die Vermächtnisse des Claudio Abbado
2014 wurde Claudio Abbado im Fextal bei Sils Maria bestattet, wo er oft freie Wochen verlebt hatte. Was bleibt von ihm? – außer dem Bild des ursympathischen, Bescheidenheit zum erotischen Credo erhebenden Schöngeistes? Welche Aufnahmen haben Bestand? Welche Ideen leben weiter? Aussichten auf ein glorioses Erbe.


14:00 Uhr HR 2 Hörspiel

„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry
Bearbeitung (Wort): Harald Umbehr Komposition: Heinz Schröter hr 1951


14:04 Uhr SWR Kultur Feature

Die heile Welt des Verbrechens – Stephan Derrick und die BRD. Von Raffael Jové
(Produktion: RBB 2018)

Als Oberinspektor Stephan Derrick 1998 aus dem Münchner Polizeidienst schied, tat er das als erfolgreichste deutsche Serienfigur aller Zeiten. Weltweit sah man dem melancholisch-spröden, stets korrekt gekleideten Ermittler gern dabei zu, wie er sich fast gewaltfrei gegen die omnipräsente menschliche Mordlust stemmte.


15:04 Uhr SWR Kultur Das Musikporträt

Der Pianist Pierre-Laurent Aimard. Von Bernd Künzig
Pierre-Laurent Aimard ist einer der außerordentlichsten Pianisten unserer Zeit. Er gilt zwar als Spezialist für die Musik des 20. Jahrhunderts und unserer Zeit, aber er ist kein Schubladen-Musiker. Als Gründungsmitglied von Boulez‘ Ensemble Intercontemporain mit 19 Jahren ist er mit der Musik dieses Komponisten vertraut, aber er hat auch Beethoven mit Nikolaus Harncourt ausgeleuchtet. Die fantastische Romantik Robert Schumanns ist Selbstbild, wie auch die Hochvirtuosität der Etüden György Ligetis. Und die musizierende Zusammenarbeit mit afrikanischen Musikern gehört zu den eindrücklichsten Erfahrungen dieses nie routinierten Pianisten.


15:04 WDR 3 Kulturfeature

Der Brocken ist ein Deutscher – Harry Heines Reise durch den Harz. Von Lorenz Hoffmann
Im September 1824 wandert ein Göttinger Student durch den Harz. Der romantische, im Ton aber ironische Text, den der 26-jährige darüber verfasst, wird später als erster Teil der „Reisebilder“ erscheinen und den literarischen Ruf Heinrich Heines begründen.


15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel

„Mia Insomnia III“ (1+2+3/10) von Gregor Schmalzried
Komposition und Regie: Lorenz Schuster BR 2025 Ursendung

Mia wollte nichts mehr als endlich Ruhe. Im Leuchtturm holt sie verlorene Stunden mit ihrem Vater nach. Doch draußen in Somnia ziehen kalte Schwaden über die Felder. Viel zu früh kriecht er heran – der Osternebel. Außer Kontrolle, bedrohlich und hungrig zwingt er Mia zur Flucht: Die letzte Reise beginnt. Alte Bekannte und neue Gefährten kämpfen sich mit Mia mitten hinein ins Herz des Nebels. Und hier in diesem von Gischt durchtränkten Ort entscheidet sich Somnias Zukunft. Wenn Mia scheitert, verschwindet Somnia. Für immer.


15:05 Uhr Deutschlandfunk Rock et cetera

„Hinfallen, aufstehen, weitermachen“ Das Rockjahr 1975. Von Fabian Elsäßer
Aus heutiger Sicht erscheint das Musikjahr 1975 seltsam zerfasert: Damals führende Bands stellen den Betrieb ein, machen Pause oder treten kreativ auf der Stelle. Aufstrebende Künstler schreiten zu neuen Großtaten, andere, die gerade einen Lauf zu haben schienen, scheitern am Nachfolgeprojekt. 1975 also trennt sich Deep Purple nach dem Album „Come taste the band“, Genesis muss sich nach dem Ausstieg von Peter Gabriel neu organisieren, Led Zeppelin und Black Sabbath versuchen, ihre Rockformel neu zu beleben, The Who liefert ein schwaches Album ab. Queen wiederum steigt mit „A night at the opera“ in die Superstar-Liga auf, Supertramp beantwortet die Titelfrage des Albums „Crisis, what crisis“ dagegen mit einer Schaffenskrise. Ein Rückblick auf ein Jahr, in dem Punk noch nicht einmal ein Schlagwort, aber doch schon irgendwie spürbar ist.


17:10 Uhr Ö1 Spielräume Spezial

Tim Buckley: Sing a Song For You
Man kann sich Tim Buckley über seine frühen, im Folk und Folkrock verwurzelten Lieder nähern, über seine ausufernden, avantgardistischen Songexperimente, seine funkigen Seiten oder seine (oft vom oder mit dem Dichterfreund und ehemaligen Bandkollegen Larry Beckett verfassten) Songtexte. Nicht wenige haben ihn auch erst über Coverversionen anderer für sich entdeckt, oder auf dem Umweg über seinen in den 90er-Jahren zu Ruhm gelangten Sohn Jeff, der ja so vieles mit ihm gemeinsam hat, obwohl die beiden einander kaum kannten. In erster Linie ist es aber wohl immer diese elastische und kräftige, bis ins hohe Falsett sattelfeste und doch auch vulnerabel wirkende Stimme, welche die Faszination für Tim Buckley ausmacht. Neun sehr unterschiedliche Studioalben hat der charismatische Timothy Charles Buckley zwischen 1966 und 1975 aufgenommen, dann hat eine Überdosis Heroin den 28-Jährigen dahingerafft – genau heute vor 50 Jahren.


18:00 Uhr radio 3 Die Literaturagenten

Live vom Berliner Bücherfest am Bebelplatz
Die Literaturagenten freuen sich auf viele Gäste: U.a. auf den Lebenskunstphilosophen Wilhelm Schmid mit seinem Buch „Die Suche nach Zusammenhalt“, Katja Kullmann mit ihrem Roman „Stars“, den Experten für Extremismusprävention Ahmad Mansour sowie Susann Rehlein, die für „Sexuelle Späterziehung“ sorgt mit ihrem Buch „Ab ins Bett!“.


18:00 Uhr HR 2 Feature

Andreas Horchler: Der Mississippi
Am Mississippi ist nichts wie in New York oder Los Angeles. Die Leute sprechen langsamer, achten mehr auf Traditionen und wissen weniger über den Lauf der Welt als die Küstenbewohner.


18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel

„Menschliches Versagen“ Von Lukas Holliger
Nach seinem gleichnamigen Theaterstück
Musik: Jonas Kocher Regie: Stephan Heilmann (Produktion: SRF/SWR 2012)


18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

Keiner hat gesagt, dass du ausziehen sollst: Folge 7 bis 10
Nach dem Roman von Nick Hornby

Übersetzung aus dem Englischen: Ingo Herzke
Regie: Susanne Janson
Ton und Technik: Tom Willen, Roli Fatzer SRF 2021
Der britische Roman- und Drehbuchautor Nick Hornby hat sich in seinen jüngsten Büchern einem Thema verschrieben: dem Eheleben als Zustand der permanenten Krise.


19:03 Uhr SWR Kultur Big Time Jazz

Die SWR Big Band mit „Quincy Jones & Friends“ bei den Jazzopen Stuttgart 2017
Von Julia Neupert


19:45 Uhr Ö1 Konzert

Konzert-Highlights vom Borealis Festival 2025
Neue Musik von Herborg Rundberg, Sondre Närva Pettersen und Okkyung Lee


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

Konzerthaus Berlin
Tōru Takemitsu: „Twill by Twilight – im Gedenken an Morton Feldman“ für Orchester
Béla Bartók: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3
Matthias Pintscher: „neharot“ für Orchester
Maurice Ravel: „La valse“, Poème chorégraphique für Orchester
Cédric Tiberghien, Klavier; Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Matthias Pintscher
Aufzeichnung vom 08.06.2025


20:00 Uhr ByteFM Neuland mit Christian Tjaben

Millennials & Co. und ihre Probleme
Zwischen Disco und Untergangs-Szenarios, veschiedenen Berliner Schulen und Blockbuster-Pop mit Anspruch, Techno during Wartime und Altlasten von „The Boss“ gräbt Christian Tjaben im Neuland nach den Edelsteinen, die in die Playlist rollen sollen. Mit Musik u. a. von BC Camplight, Tangerine Dream, Frankie Cosmos, Helena Hauff (plus F#X), Durand Jones & The Indications, Adrian Quesada, Lorde, Blonde Redhead und Mocky, dem schon angedeuteten Bruce Springsteen und Megan Remys „Scratch It“ Album als U.S. Girls, also dem ByteFM Album der Woche.


20:00 Uhr radio 3 Konzert

Joana Mallwitz dirigiert das Konzerthausorchester Berlin
Einstandskonzert und Saisoneröffnung durch die neue Chefdirigentin am 31.08.2023


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Accounts and Accountability“ Über den Markt für persönliche Geschichten
Von Jess Shane Musik: Eliza Niemi

Tonaufnahmen: Fivel Rothberg
Produktion: Falling Tree für BBC Radio 4, 2022
Assistant Producers: Kristine White, Kyle Damiao, Jose Salazar and Emma Rose Brown
Dank an Sean Hanley, David Pavlovsky und Kelly Anderson
Länge des englischsprachigen Originals: 27‘28
Deutsche Bearbeitung: Ingo Kottkamp Produktion der deutschen Sendung: Deutschlandfunk Kultur 2023
Beim Casting: Eine Dokumentarfilmerin sucht persönliche Geschichten für ihr nächstes Projekt. Wie auf einem Marktplatz werden ihr intime Schicksale angepriesen. Ein Feature über die Ethik des Handels mit wahren Geschichten.


22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz

„Creative Music“ – Der Jazzphilosoph Wadada Leo Smith. Von Fanny Opitz
Wadada Leo Smith wird 1943 mitten ins Epizentrum des Blues hineingeboren: Leland, Mississippi. Dort kommt er zum ersten Mal mit etwas in Kontakt, was ihn sein Leben lang faszinieren wird: der Dynamik zwischen einer Solo- und einer kollektiven Improvisation. Pole, die er später als einer der wichtigsten Köpfe der AACM, der Association for the Advancement of Creative Musicians in Chicago nicht nur auf der Bühne erforscht, sondern auch in philosophischen Schriften. Für Wadada ist Jazz „Creative Music“, die die Welt zu einem besseren Ort macht. Fanny Opitz hat ihn auf dem Moers Festival getroffen.


22:03 Uhr Bayern 2 Eins zu Eins. Der Talk

Gast: Joseph von Westphalen, Schriftsteller
Harry von Duckwitz ist sein Alter Ego, ein adeliger Ex-Diplomat, der sich über seine gelangweilte Frührentner-Existenz beschwert. Dahinter steht Graf Joseph von Westphalen. Satiriker, Journalist und sogenannter Lohnschreiber. Er gilt als einer der scharfzüngigsten, bissigsten und witzigsten Autoren Deutschlands. Zu seinem 80. Geburtstag wiederholen wir ein Gespräch aus dem Jahr 2011.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Literatur

Reihe: Literatur im Gespräch „Texte im Wettbewerb“ Der Ingeborg-Bachmann-Preis 1976-2025
Mit Paul Jandl, Lina Mazur u.a. Moderation: Miriam Zeh

Eben erst endeten die 49. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. Sie sind ein einmaliges Event in der deutschsprachigen Medienlandschaft: Drei Tage lang übertragen 3sat und Deutschlandfunk die Live-Lesungen der Kandidaten, die unmittelbar darauf folgenden Jurydiskussionen und die Verleihungen gleich mehrerer Preise. Das Vorbild für diese Kombination von Produktion, Kritik und Auszeichnung sind die Treffen der „Gruppe 47“. In den knapp 50 Jahren, die der Ingeborg-Bachmann-Preis nun besteht, hat sich einiges verändert – nicht zuletzt die Kritik an ihm. Ronja von Rönne sprach 2015 von den „Hunger Games der Literatur“, Jacinta Nandi kritisierte 2023 die fehlende Kinderbetreuung. Überhaupt treten Autorinnen und Autoren heute eher solidarisch auf. Wie ist der Wettbewerb geworden, was er ist? Was hat sich verändert? Und wie könnte seine Zukunft aussehen? Diskussion mit einer langjährigen Beobachterin, einer Jurorin und einer Teilnehmerin.


23:03 Uhr SWR Kultur Essay

Rauhfaser, oder das perfekte Nichts. Von Henrik von Holtum
Es fängt mit einem Grünstreifen an, dessen Betrachtung den Autor abschweifen lässt. Er denkt an ausgefegte Nachkriegs-Fußgängerzonen in westdeutschen Innenstädten, an Beton-Blumenkästen auf Verkehrsinseln, an die Neubaugebiete der 80er-Jahre, an polarweiße, uniformierte Reihenhäuser, an Raufasertapete und dann klickt es.


23:03 Uhr Bayern 2 Nachtmix

„Musik aus aller Welt“ Dagmar Golle
Die neue Generation „Raï“ in der Schweiz Im Interview: Sami Galbi
Neuvorstellungen: Mit Musik von O Gajo, Yasmine Hamdan, Mystical Faya & Nick Sefakis und anderen


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