Radiotipps

Radiotipps für den 3.10.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Radionacht Jazz

Eine fünfstündige Reise durch zeitgenössischen Jazz, Drone, Electronica, Folk und New Age.
Am Mikrofon: Niklas Wandt

Das aktuelle Musikgeschehen ist reicher denn je – von nostalgischem, historisch akkurat gespieltem Jazz über abenteuerlustige freie Improvisation hin zur Fusion von Folklore und Elektronik. Zeit für ein Hineinhorchen in die Tiefe, für deep listening! Ein Fokus wird auf aktuellen Veröffentlichungen aus dem Jazz und seinen vielen Randbereichen liegen – ins Offene weisende Musikentwürfe, mit zeitgenössischen Produktionsmitteln gestaltet. Zudem werden Soloeinspielungen zu hören sein – sehr persönliche Aufnahmen an Instrumenten, die noch keine große Solotradition haben, etwa vom Bassisten Christian Meaas Svendsen, dem Schlagzeuger Ches Smith und dem Posaunisten Jacob Garchik. Die Morgenstunden werden gestaltet als ununterbrochener Musikflow, der dramaturgisch einen Bogen spannt vom Beginn des Krautrock und Folk hin zum synthetischen New Age und Ambient, eine ästhetische Entwicklung, die sich auch in personellen Kontinuitäten spiegelt.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Klangkunst

„Villa Romana“ Von Radio Papesse und Villa Romana
Mit den Stimmen ehemaliger und gegenwärtiger Stipendiatinnen Deutschlandfunk Kultur / Villa Romana 2025 (Ursendung)

Ein Haus von Künstlern und für Künstler – das war die Vision. 1905 gründete der Maler Max Klinger die Villa Romana in Florenz als Ort für künstlerische Arbeit und Experimente. Radio Papesse komponiert eine Collage mit Stipendiatinnen aus 120 Jahren.


14:05 Uhr Ö1 In Concert

Adriane Muttenthaler und Criss-Cross im September 2015 im ORF-RadioKulturhaus in Wien
Am 7. Oktober 2025 feiert die österreichische Pianistin und Komponistin Adriane Muttenthaler ihren 70. Geburtstag. Zehn Jahre davor, am 10. September 2015, gastierte sie mit ihrem langjährigen Bandprojekt Criss-Cross im RadioCafe des Wiener ORF-Radiokulturhauses und präsentierte in Sextettbesetzung den siebenten Tonträger dieser Formation, betitelt „Oasen“. Neben Muttenthaler, dem Bassisten Heinrich Werkl und dem französischen Schlagzeuger Patrice Heral war ein dreiköpfiger Saxofonsatz mit dabei, bestehend aus Chris Kronreif (Sopran), Viola Falb (Alt) und Michael Erian (Tenor).
Muttenthalers „Oasen“ waren in den Farben Grün, Rot, Gelb und Blau gehalten: Die Titelgebungen dieser vier Kompositionen waren wohl ihrer – neben der Musik – zweiten großen Leidenschaft geschuldet, der Malerei. Auch Werke von Viola Falb, Michael Erian und Heinrich Werkl waren bei diesem Konzert zu hören, dessen Aufnahme anlässlich des runden Geburtstags von Adriane Muttenthaler aus dem ORF-Archiv geholt wird.


15:00 Uhr HR 2 Feature

Ulrich Teusch: Jegliches hat seine Zeit – DDR-Schauspieler und -Regisseure vor und nach der Wende
Manfred Krug, Armin Mueller-Stahl, Angelica Domröse, Jutta Hoffmann – viele bekannte DDR-Schauspielerinnen und Schauspieler, auch Regisseure wie Egon Günther, haben ihrem Staat schon vor der Wende den Rücken gekehrt und sind in den Westen gegangen.


15:04 Uhr WDR 3 Musikporträt

„Zwei Staaten – eine Musik“ Die Klassische Musik als Brücke im geteilten Deutschland. Von Matthias Käther


15:05 Uhr Deutschlandfunk Corso

When I’m 64 – Altersarmut im Pop. Von Mike Herbstreuth
Paul McCartney, die Rolling Stones oder Dolly Parton – sie alle gehören zur Riege der alten Stars, deren Alben bis heute verkauft und deren Touren voll besucht werden. Doch was ist mit den Musikern der zweiten oder dritten Reihe, mit denen, die heute nicht mehr im Rampenlicht stehen? Reichen die Erfolge von damals für das Einkommen von heute?


18:20 Uhr SWR Kultur extra

„Die Kraft der Vielen“ 3 Radiostücke von Grace Yoon, Margarete Blümel und Martina Groß
Der Komponist Carlos Gutiérrez Quiroga und die Musikerin Tatiana López Churata haben die musikalische Tradition der bolivianischen Anden nach München gebracht. Zur Biennale für zeitgenössisches Musiktheater 2024. Fast 70 Laienmusiker und -musikerinnen haben mit ihnen zusammen ein Stück erarbeitet und einige von ihnen haben auch Blasinstrumente selbst gebaut, aus Ton. Denn Musik machen ist im Verständnis der bolivianischen Künstler auch ein sozialer Prozess des Lernens und der Begegnung.


18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

Denk ich an Deutschland – Jüdische Emigranten in Amerika. Von Rosvita Krausz
Regie: die Autorin

Ton und Technik: Georg Fett und Christoph Bette
RIAS Berlin 1991
Wie reagierten NS-Verfolgte im Exil auf die deutsche Wiedervereinigung? Zwei Jahre nach dem Mauerfall sprach Rosvita Krausz mit Emigranten in den USA über Heimatverlust, Sprachlosigkeit und die Spuren der NS-Zeit.


19:00 Uhr ByteFM Tiefenschärfe mit Dirk Domin

Eine kleine Weltreise
Vom Ruhrgebiet über Chile nach Montpellier. Eine kleine Weltreise diesmal hier, unter anderem mit Manuel Tur, Dee Paper und Pura Pura.


19:00 Uhr HR 2 Hörbar

Les Yeux d’la Tête: Das Leben ist schön! & mehr Musik grenzenlos
Das Motto der französischen Multikultitruppe ist „Walzer gegen den Takt, Samba im Regen, Tango am Mittag und Cumbia überall.“ Eine Gruppe, die sich nicht verbiegen lässt, irgendwie „vintage“, doch modern. Wir stellen das neue Album „La vie est belle“ vor.


19:04 Uhr Bayern 2 Zündfunk

10 Jahre Messages of Refugees
Flüchtlingsbotschaften: Ein Rückblick auf Bayerns erstes Flüchtlingsradio
Mit Caroline von Lowtzow

„Wir schaffen das!“… diese drei Worte sagte die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Sommerpressekonferenz am 31. August 2015. Drei Worte, die den Auftakt einer ereignisreichen Woche werden sollten. Nur zwei Tage später sorgte der Leichnam des zweijährigen Alan Kurdi, der an die türkische Küste gespült wird, für Entsetzen. Und noch einmal zwei Tage später entschließen sich Tausende Geflüchtete vom Bahnhof in Budapest aufzubrechen. Sie hatten dort tagelang bei größter Hitze und unter üblen Bedingungen kampiert und laufen nun über eine vierspurige Autobahn in Richtung Deutschland. Österreich und Deutschland lassen die Menschen einreisen.
Im „Zündfunk“ blicken wir heute noch einmal auf dieses „Wir schaffen das!“ zurück und vor allem auf eine ganz besondere Sendung, die es ohne diese drei Worte nicht gegeben hätte. Die Sendung „Messages of Refugees-Flüchtlingsbotschaften“ war von Herbst 2015 bis Dezember 2016 einmal im Monat zu hören, erst online und dann auf Bayern 2. Am 5. Oktober 2015, nur einen Monat nach der Entscheidung von Österreich und Deutschland, die Geflohenen einreisen zu lassen, lief die erste Sendung der Messages of Refugees-Flüchtlingsbotschaften. Das erste Flüchtlingsradio Bayerns war geboren! Wir haben heute Macherinnen und Macher der Sendung von damals eingeladen und blicken gemeinsam mit Rania Mlehi, Ameen Nasir und Arif Haidary auf die „Messages“ und die vergangenen 10 Jahre zurück.


19:30 Uhr Ö1 Konzert

Film ab! Das RSO in Linz
ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Dirigentin: Mei-Ann Chen; Asya Fateyeva, Saxophon.
Erich Wolfgang Korngold: Suite aus dem Film „Kings Row“
Peter Eötvös: Focus
John Williams: Escapades für Alt-Saxofon und Orchester
(aufgenommen am 18. September im Brucknerhaus Linz in 5.1 Surround Sound im Rahmen des „Brucknerfestes Linz 2025“)


20:00 Uhr Bremen 2 Sounds in concert

Ton Steine Scherben
Rio Reiser und Ton Steine Scherben gelten bis heute als Initialzündung für deutsche Rockmusik. Sie waren der Soundtrack für Hausbesetzertum und Gegenbewegung. Aber sie waren auch sanftmütig, poetisch und voller Tiefgang. Die „Scherben“ wollten mit ihren Songs auch immer Teil der Lösung sein. Am 23. Februar 1982 haben sie im Bremer Aladin ein Konzert gespielt.


20:03 Uhr Bayern 2 Zündfunk extra

50 Jahre HipHop – Mit Songs in die Geschichte (4/7)
The Message: So wird Rap politisch. Von Alba Wilczek und Falk Schacht

Es war der 11. August 1973, als DJ Kool Herc zusammen mit seiner Schwester in der Bronx in New York eine Block-Party geschmissen hat, die alles verändern sollte: Musik, Mode, Minderheiten, Sprache und Filme. 50 Jahre später gibt es kaum einen Bereich, der nicht von der HipHop-Kultur geprägt ist.


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

Ich will mehr Nähe – und jetzt?! Episode 3 und 4
Von Karen Muster Regie: die Autorin. Deutschlandfunk 2025

Karen ist für zwei Wochen in das Haus ihrer betagten Eltern nach Bielefeld gefahren. Sie will Zeit mit ihnen verbringen, bevor es dafür zu spät ist.


21:03 Uhr Bayern 2 Zündfunk extra

50 Jahre HipHop – mit Songs in die Geschichte (5/7)
Teil 5: Gangsta Rap. Von Alba Wilczek und Falk Schacht

Es war der 11. August 1973, als DJ Kool Herc zusammen mit seiner Schwester in der Bronx in New York eine Block-Party geschmissen hat, die alles verändern sollte: Musik, Mode, Minderheiten, Sprache und Filme. 50 Jahre später gibt es kaum einen Bereich, der nicht von der HipHop-Kultur geprägt ist.


21:05 Uhr Deutschlandfunk On Stage

Kiko & The Blues Refugees (P) Aufnahme vom 23.5.2025 beim Bluesfest Eutin
Am Mikrofon: Tim Schauen

Portugiesischer Blues, der sich schwer und leicht zugleich anfühlt – und so gar nicht nach Blues klingt.
„Saudade“, sagt Sänger Kiko Pereira und guckt bedeutungsschwer aus seinen dunklen Augen, „Saudade ist, wenn Du aufs Meer hinausblickst und weißt, von dort sind viele Leute nicht zurückgekommen.“ So umschreibt der Frontmann der Band Kiko & The Blues Refugees die typische portugiesische Sehnsucht bzw. Schwermut. Und aus dieser Sehnsucht kann man auch in der Hafenstadt Porto in den Blues flüchten, um ihm zu fühlen und zu füllen. 2020 erschient das Debüt-Album „Threadbare“ der Band, die umgehend den dritten Platz bei der Europäischen Blueschallenge belegte, 2023 erschien „Ghost“ – und im Sound macht es das Quintett so wie die portugiesischen Landleute: Sie nehmen jeden Einfluss auf, den das Meer zu ihnen spült, spielen Blues mit Jazz-, Soul und auch Pop-Musik-Einflüssen. Dann schauen sie auf’s Meer hinaus, das vor lauter Saudade tief blau wird. Eine der Überraschungen des Bluesfestivals Eutin 2025!


22:03 Uhr WDR 3 Jazz

Blumen aus Berlin – Neues aus der Hauptstadt. Mit Odilo Clausnitzer
Die Band „Blume“ schlägt einzigartige Jazz-Kapriolen, und die Pianistin Lana Mari stürzt sich elektronisch unterstützt in Polyrhythmen. Odilo Clausnitzer mit einem bunten Strauß Neuerscheinungen.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Lied- und Folkgeschichte(n)

„Songwriting im Exil“ Die libanesische Sängerin Tania Saleh
Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause

Singt mit sanfter Stimme gegen Missstände und die Situation der Frauen in ihrem Heimatland: die Libanesin Tania Saleh
Schon als Kind entdeckte Tania Saleh die Kraft der Musik: auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg im Libanon. Die 1969 in Beirut geborene Singer/Songwriterin und bildende Künstlerin war später Wegbereiterin der alternativen Musikszene ihres Heimatlandes und verband in dem von ihr kreierten Musikstil „Indie-Arabic“ die Sinnlichkeit der arabischen Sprache und orientalische Klänge mit westlichen Elementen aus Folk, Rock, Bossa Nova oder auch einem klassischen Streichquartett. Mit sanfter Stimme und Texten, die poetisch und gesellschaftskritisch zugleich sind, prangert sie die Missstände im Libanon an und weist speziell auf die Situation der Frauen in der arabischen Welt. 2022 hat Saleh alles zurückgelassen und ist nur mit einem Koffer nach Paris gegangen. Im Exil hat sich ihr Blick und ihr Songwriting verändert. „Fragile“ heißt das Album, das aus diesen Erfahrungen entstanden ist.


23:00 Uhr HR 2 Doppelkopf

Am Tisch mit Ines Geipel, „Schichtenschürferin“
Die Schriftstellerin Ines Geipel schaut auf verborgene Schichten. In ihren Büchern öffnet sie lang verschlossene Räume. Mit Schreiben begegnet sie auch der Sprachlosigkeit der eigenen Familie. Dafür hat die Autorin sich auch mit der Stasivergangenheit des Vaters sowie der Nazivergangenheit des Großvaters auseinandergesetzt.


23:03 SWR Kultur Lost in Music

„Jugendstil“ Von Antonia Ronnewinkel
Wiederholung vom 23. März 2022


23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Zeit-Ton

Resonant Resilience von Lynn Nandar Htoo und Victoria Yam
Ein Radiostück von Lynn Nandar Htoo und Victoria Yam über das queere Leben in Südostasien

Nachdem gestern in Ö1 Kunst zum Hören „Sonic Forces“ von Yara Mekawei zu hören war, tauchen wir heute in das queere Leben Südostasiens ein, das oftmals von harten Repressionen geprägt ist. Geflüchtet aus Myanmar und bedroht in Malaysia schöpfen die Klangkünstlerinnen Lynn Nandar Htoo und Victoria Yam Kraft aus Musik und Klang. In der Folge von Kolonialherrschaft und kaltem Krieg spielt Musik eine wichtige Rolle für viele Minderheiten in Südostasien. Mit traditionellen Volksliedern, Protestgesängen oder zeitgenössischer Popmusik feiern sie ihre Identitäten und artikulieren Widerstand gegen politische Unterdrückung. Htoo und Yam arbeiteten für ihr Radiostück „Resonant Resilience“ mit field recordings aus Yangon, Naturgeräuschen und analogen und digitalen Klängen.


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