Buchtipp: Michael Fuchs-Gamböck und Michael Joseph: Popol Vuh — Die Klangwelten des Florian Fricke
Ich kannte Florian Fricke nur durch den Filmemacher Werner Herzog und dessen Musik für Herzogs Filme. In dieser Hinsicht fand ich das Buch sehr spannend. Es gibt viele Regisseure, die fast immer mit einem bestimmten Musiker zusammenarbeiten. Beispiele dafür sind u.a. David Lynch und Angelo Badalamenti. Popol Vuh, das sind für mich mysteriöse, meditative Klanglandschaften mit teutonischem Tiefsinn. Sie sind schwer zu fassen und für mich nur im Zusammenhang mit Filmen zugänglich.
Nun ist ein Buch von Michael Fuchs-Gamböck und Michael Joseph erschienen, in dem sie versuchen, der komplexen Persönlichkeit Florian Frickes beizukommen, was nicht so einfach ist. Die Geschichte eines Moog-Synthesizers in Deutschland und wie er die Besitzer wechselte, fand ich sehr interessant. Das größte Kapitel des Buches ist die mit Frickes Zusammenarbeit mit dem Regisseur Werner Herzog, das viele erhellende Einblicke in die Arbeit beider bietet. Vieles andere wird für Fans sehr aufschlussreich sein.

Popol Vuh steht für spirituelle Musik, Ambient und experimentelle Klänge. Für die »Bezwingung« des störrischen Moog-III-Synthesizers einerseits, und auf der anderen Seite für den Sound, der Werner Herzogs Filme unvergesslich macht. Für die unverwechselbaren Klanglandschaften von Visionär und Pionier Florian Fricke (1944–2001), dessen musikalisches Vermächtnis oft dem Krautrock zugeordnet wird.
Michael Fuchs-Gamböck, Journalist und Freund Frickes, sowie Michael Joseph, Journalist und Musiker, zeichnen die ungewöhnliche Geschichte von Popol Vuh nach. Sie sprechen mit ehemaligen Bandmitgliedern sowie Zeitzeugen und ordnen die bedeutenden, genresprengenden Klangwelten von Florian Fricke und Popol Vuh in den Kontext der Musikgeschichte ein. © Pressetext.
Michael Fuchs-Gamböck und Michael Joseph: Popol Vuh — Die Klangwelten des Florian Fricke
(inklusive Diskografie, Filmografie und Literaturliste)
edition kopfkiosk im Verlag Andreas Reiffer
Meine 2025, 188 Seiten, 16 €
ISBN 978-3-910335-13-4
Danke an den Verlag Andreas Reiffer für das Leseexemplar.