Das Tomeka Reid Quartett beim J.O.E.-Festival 2025
Mit Odilo Clausnitzer (DLF). Das Cello gilt als Exot unter den Instrumenten im Jazz: Die US-Amerikanerin Tomeka Reid verhilft ihm zu neuer Aufmerksamkeit.
Tomeka Reid ist die wohl prominenteste Cellistin des zeitgenössischen Jazz. In der Musik ihres Quartetts fügen sich erdig swingende Passagen, freie Improvisation und Klangeffekte zu großen Bögen. Beim J.O.E.-Festival in Essen stellte die 1977 in Washington, D.C. geborene US-Amerikanerin Musik ihres Albums „3 + 3“ vor, eine Suite aus drei Kompositionen mit jeweils freien Ein- bzw. Überleitungen. Erstmals setzt Reid dabei in ihrem eigenen Spiel auch behutsam elektronische Effekte ein. Ihre Gitarristin Mary Halvorson, selbst eine für ihre Originalität gepriesene Solistin und Bandleaderin, tut das schon lange. Das Tomeka Reid Quartett besteht in dieser illustren Besetzung seit zehn Jahren und hat einen ausgewogenen und transparenten, sehr abwechslungsreichen Ensembleklang entwickelt.
Tomeka Reid, Cello
Mary Halvorson, Gitarre
Jason Roebke, Kontrabass
Tomas Fujiwara, Schlagzeug
Aufnahme vom 6.2.2025 in der Zeche Carl, Essen
Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer
© Deutschlandfunk, Jazz Live, 7.10.2025