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„Mr. Updike und das amerikanische Hasenherz“ Ein Besuch in „Rabbits“ Pennsylvania

Feature von Antonia Löffler (ORF). Harry „Rabbit“ Angstrom ist 26 Jahre „alt“- nach eigener Definition. Auf den früheren Basketballstar der Highschool warten zu Hause Frau, Kind und das Gefühl, dass alles eigentlich schon vorbei ist. Rabbit läuft davon. „Rabbit, Run“ – auf Deutsch „Hasenherz“ – ist der Auftakt zu John Updikes bekanntester Romanreihe.

Updikes Tetralogie erzählt von einem amerikanischen Jedermann des 20. Jahrhunderts – einem WASP, dem weißen, protestantischen Erben europäischer Einwanderer. Rabbit läuft weg, kommt zurück und zu Wohlstand, erlebt die Mondlandung und die Ölkrise, den wirtschaftlichen Niedergang im Rust Belt, verkauft Toyotas und isst zu viel Fastfood. Er ist einer, der Frauen nicht ernst nimmt, der zwar an Gott, aber nicht an seinem Präsidenten zweifeln kann, der Amerika für das großartigste Land der Welt hält und seinen Chauvinismus mit Vorurteilen stützt. Rabbit ist das Mittelmaß in der mittleren Kleinstadt mit Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Pennsylvania ist überall.

Wie liest sich dieses in Literatur gegossene, strampelnde 20. Jahrhundert von Updikes bekanntester Romanfigur heute? Was kann es über die USA der Gegenwart erzählen?

Mr. Updike und das amerikanische Hasenherz
Ein Besuch in „Rabbits“ Pennsylvania
Feature von Antonia Löffler
(ORF 2022)

© Ö1, Tonspuren, 31.3.2026

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