Radiotipps

Chris Dingman – Die Musiklandschaften des Vibrafonisten

Heute Abend 23.03 auf SWR 2 „Sublime Platten-Tektonik“

Er ist ein Könner des Subtilen und Sublimen – zugleich brennen seine Improvisationslinien vor innerer Intensität. Chris Dingman, 1980 in San Diego geboren, zählt zu den kreativen und innovativen Vibrafonisten der gegenwärtigen New Yorker Improvisationsszene. Stärker als andere Instrumentalkollegen nutzt er das Vibrafon-Pedal, den Ton länger nachhallen lassend: Dingman spricht von „washes of sound“. Dabei ist der 35-jährige in Brooklyn lebende Musiker als Komponist genauso persönlich wie als improvisierender Musiker. Der gleichsam orchestrale Einsatz seines Vibrafon-Sounds kommt ihm dabei entgegen. Auf seinem ersten Album unter eigenem Namen „Waking Dreams“ (2011) wandte er sich der Themenwelt der Tagträume und nächtlichen Gestalten zu. Seine aktuelle CD „The Subliminal and the Sublime“ (2015) widmet er Umweltthemen und der musikalischen Erforschung geologischer Gesteinsschichten und -formationen. In epischen Großformen zeigt sich Dingman als brillanter musikalischer Erzähler.

© SWR 2, Günther Huesmann,19.11.2015

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