Jazzfestival Saalfelden 2026: Das Jazzfestival Saalfelden entfesselt Marathon der Emotionen statt KI-Sound
Von Ljubiša Tošić (Standart). Das Jazzfestival Saalfelden glänzte mit einer Menge hochkarätiger freier Improvisation, aber auch mit interessanten Fusionen von Jazz und lokaler Blasmusik.
Alle Innovationen sind längst wegkomponiert. Was neu ist, scheint nur das übermalte Altvordere zu sein. Harmonisch, melodisch und rhythmisch? Wurde – wie in der Klassik – auch im Jazz bis über die Grenzen der zertrümmernden Freiheit geführt. Solche Empfindungen der Stagnation plagen den Jazz latent. Mutmaßlich wird, da technisch möglich, jemand demnächst sogar auf die Idee kommen, den Innovationsgeist verstorbener Größen wiederzuerwecken.
All die maßstabsetzenden Alben von Miles Davis und John Coltrane der KI übergeben, damit sie daraus bewusst einen neuen Stil herausdestilliert – oder zumindest ein neues Album von Coltrane? Heuer wird ja, wie bei Miles Davis, dessen 100. Geburtstag gefeiert. Es könnte passieren, dass Coltrane schließlich selbst in Hologrammform seine Neuheiten live präsentiert. Stichwort ABBA und ihre ABBAtars.
© Standart, Alle Texte: Ljubiša Tošić, 23.8.2026