Radiotipps

Radiotipps für den 31.8. – 4.9.2026

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


1.9. // 2.9. // 3.9. // 4.9. //


31.8.2026

01:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Tonart Klassik

„Zerbrochene Harmonien“ – Heinrich von Kleist und die Musik – Rückblick auf eine Ausstellung im Kleist-Museum Frankfurt/Oder
Musik zu Geburts- und Gedenktagen von Alma Mahler, Paul von Klenau, Lucrezia Kasilag, Johann Paul Kunzen, Ernst Flügel
Neuerscheinungen mit Musik von Muzio Clementi, Giovanni Sgambati, Monsieur De Sainte Colombe und mit der Rheinischen Kantorei
„Make Freedom Ring“ – Ausblick auf Konzerte für Palästina mit Michael Barenboim


16:35 Uhr Deutschlandfunk Wissenschaft im Brennpunkt

„Deep Fake und Bot-Armeen“ Im Krieg gegen Lügen im Netz. Von Maximilian Brose
Die humanitäre Katastrophe in Ceuta und Falschmeldungen über Politiker kurz vor den Landtags-Wahlen – nur zwei Desinformations-Kampagnen der letzten Monate mit politischer Sprengkraft. Der hybride Krieg wird auch mit Lügen im Netz geführt. Forscher auf der ganzen Welt entwickeln Tools, um Falschmeldungen, Deep Fakes und Bot-Netzwerke aufzuspüren. Dabei kämpfen sie gegen zahlreiche Widerstände. Social Media Plattformen drosseln den Datenzugang. Die Forschung selbst ist ins Visier politischer Angriffe geraten. Und generative KI macht Desinformations-Kampagnen immer schneller, größer und zielsicherer. Das Feature „Krieg gegen die Lügen im Netz“ beleuchtet verschiedene Tools aus der Wissenschaft, die gegen die Flut an Desinformationen antreten. Was können sie im Kampf gegen scheinbar übermächtige Gegner ausrichten?


19:04 Uhr Zündfunk Festival-Sommer

Lila Ike beim Chiemsee Reggae Summer 2026
Sendung von Rainer Schaller

Lila Iké gehört zu den wichtigsten Stimmen des neuen, jamaikanischen Reggae. Roots und Dancehall treffen bei ihr auf Soul und R&B – und seit diesem Jahr darf man auch sagen: auf Grammy-Niveau. Ihr Debütalbum „Treasure Self Love“ war 2026 als bestes Reggae-Album für einen Grammy nominiert.
Lila Iké singt über Selbstzweifel, Selbstbehauptung und darüber, seinen eigenen Platz zu finden – mal ganz nah und verletzlich, mal mit ordentlich Druck aus den Boxen. Aufgenommen wurde das Konzert am 28. Juni beim Chiemsee Reggae Summer 2026.


19:30 Uhr Ö1 On Stage

Duke Ellington, ideenreich rekomponiert
Pianistin Aki Takase und Saxofonist Daniel Erdmann mit dem Programm „Ellington“ bei den INNtönen 2026

Im April 2026 wurde die seit den 1980er Jahren in Berlin lebende japanische Pianistin Aki Takase mit dem Deutschen Jazzpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die 78-jährige Grand Dame des europäischen Jazz pflegt sich gewitzt und plastisch-expressiv mit dem Oeuvre der Legenden der Jazzgeschichte auseinander zu setzen, von Thelonious Monk über W. C. Handy bis hin zu Fats Waller. Oft und gerne arbeitet sie dabei seit 2019 mit dem 25 Jahre jüngeren deutschen Saxofonisten Daniel Erdmann zusammen, der nach Jahren in Berlin heute im französischen Reims lebt und mit Bands wie Das Kapital und Velvet Revolution europaweit auf sich aufmerksam gemacht hat.
Am 16. August 2026 ließen Takase und Erdmann im Rahmen der INNtöne auf dem Buchmannhof in Diersbach im oberösterreichischen Innviertel das Programm „Ellington“ hören, das 2024 auf Tonträger erschienen ist – und in dessen Rahmen Klassiker aus dem Orchester-Repertoire des Duke, von „Perdido“ über „Prelude to a Kiss“ bis zu „Come Sunday“, ideenreichen und kurzweiligen Neuinterpretationen unterzogen werden.


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature

„Auf ewig das Andere?“ Ostdeutschland in den Medien
Von Ralph Gerstenberg

In den Medien erscheint Ostdeutschland meist als Problemfall – als Abweichung von der westdeutsch definierten Normalität. Einer Datenanalyse der Universität Leipzig zufolge werden dem Wort „ostdeutsch“ auffällig oft Begriffe wie „überfremdet“, „völkisch“ und „ausländerfeindlich“ zugeordnet. Auch Attribute wie „abgehängt“, „gespalten“ und „provinziell“ stehen hoch im Kurs. Dass sich viele Ostdeutsche darin nicht wiederfinden, ist kaum verwunderlich. Wie ist es dazu gekommen, dass Ostdeutschland in Medienberichten immer das „Andere“ geblieben ist? Warum wird auch in ostdeutschen Publikationen häufig kein differenziertes Bild vom Osten gezeichnet? Ein Blick auf die mediale Berichterstattung über Ostdeutschland im Vorfeld der Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur In Concert

„Suisse Diagonales Jazz“ Triton Ateliers, Marly
Lea Gasser 5tet:

Samuel Urscheler, Saxofon und Flöte
Lea Gasser, Akkordeon
Mirko Maio, Piano
Emilio Giovanoli, Bass
Romain Ballarini, Schlagzeug
Aufzeichnung vom 28.01.2024


20:03 Uhr ARD Radiofestival. Konzert

Radiokonzerte Bremen
„Dawn Brothers“

Bas van Holt (Gesang, Gitarre)
Rowan de Vos (Gesang, Klavier, Orgel)
Tammo Deuling (Gesang, Bass)
Rafael Schwiddessen (Schlagzeug)
(Konzert vom 6. Oktober 2025 im Sendesaal Radio Bremen)

„Hotel Rimini“
Julius Forster (Gesang, Klavier, Akustik-Gitarre)
Paul Pötsch (E-Gitarre, Synthesizer, Cavaquinho)
Annegret Enderle (Geige)
Paula Schieferecke (Violoncello)
Valentin Link (Kontrabass)
Paul-Jakob Dinkelacker (Schlagzeug, Horn)
(Konzert vom 26. Februar 2026 im Sendesaal Radio Bremen)


21:00 Uhr Ö1 Die blaue Stunde

Stimme und nichts als die Stimme
Aus dem Kunstradio-Archiv: „Literatur als Radiokunst“ – Teil 3
„parkbank“ von Ann Cotten (2007)
„Selfcompiler. Ein SprachSoundScape“ von Jürgen Berlakovich (2012)

Die Stimme, die Stimme und nichts als die Stimme als Experimentierraum für individuellen poetischen Eigen-Sinn war die Vorgabe der Ö1 Kunstradio Reihe „Literatur als Radiokunst“. Im Zeitraum von 1999 bis 2014 entstanden 60 Radiostücke von Autorinnen und Autoren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich mit Fokus auf dem sprachlichen und dramaturgischen Experiment. Marie Christin Spatzek und Hans Groiss haben Stücke aus der Reihe ausgewählt und den Literaturwissenschaftler und Kurator von „Literatur als Radiokunst“ um einen aktuellen Kommentar gebeten. Weiters werden aktuelle Sound Art Releases des Labels Gruenrekorder vorgestellt.


21:05 Uhr Deutschlandfunk Musik-Panorama

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern 2026 „Von Byrd bis Beach Boys“ The King‘s Singers
Aufnahme vom 17.6.2026 aus der Nikolaikirche, Rostock

Das legendäre Vokalensemble mit einem Mix aus polyphonen Madrigalen, impressionistischen Klangmalereien und groovender Popmusik.
Zu den A-Cappella-Formationen, die Gold-Standard gesetzt haben, gehören zweifellos die King‘ s Singers. Das Ensemble hat sich seit der Gründung 1968 immer wieder verjüngt, der erdige Klang mit der ungewöhnlichen Besetzung von zwei Countertenören, einem Tenor, zwei Baritonen und einem Bass ist bis heute unverwechselbar. Ensemble-Karrieren sind planbar – wann sich Familiennachwuchs ankündigt, nicht immer. Beim Konzert in Rostock sang das Ensemble nur zu fünft, denn Bassist Piers Connor Kennedy war gerade Vater geworden. Für die nächste Generation der King’ s Singers wird also schon mal gesorgt.


23:03 Uhr ARD Radiofestival. Jazz

Florian Willeitner – Maximale Freiheit und Lebendigkeit. Von Beatrix Gillmann
Vielfältig, reiselustig, klassisch ausgebildet, weltoffen: Geiger Florian Willeitner, geboren 1991 in Passau, gewann 2025 den 1. Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb für Klaviertrio in Graz.


1.9.2026

00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

Komponieren heute – Woher, wohin, wofür? Bestandsaufnahme mit dem Dirigenten Titus Engel. Von Leonie Reineke
Ein Blick von innen und außen auf die Neue Musik: Titus Engel über Praxis, Publikum, Perspektiven und Anspruch jenseits von Programmrhetorik.


19:15 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Wie wir lernten die Atomkraft zu lieben“ In Belarus entsteht ein neues AKW
Von Inga Lizengevic Regie: Inga Lizengevic
Deutschlandfunk/SWR 2020

2011 nach der Katastrophe von Fukushima beschließt Deutschland den Atomausstieg. Belarus beginnt mit dem Bau seines ersten Atomkraftwerks – obwohl kein Land stärker von den Folgen von Tschernobyl betroffen ist. In Litauen übt man für den Ernstfall.


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature

„Endlich faul sein!“ Das wunderbare Versprechen der Maschinen. Von Ulrich Land
Zu Beginn des Automatenzeitalters gab es die Vorstellung, eines Tages würden die Maschinen den Menschen die Arbeit komplett abnehmen und ihren Alltag erleichtern. Eingetreten ist das nie. Warum?
Saugroboter, Flugmaschinen, Mähdrescher und geschickte Automaten, die unsere Autos zusammenschrauben. Eines Tages werden die Maschinen uns die Arbeit komplett abnehmen, und wir können uns auf die faule Haut legen oder unseren Neigungen nachgehen. So in etwa gingen die Utopien am Anfang des Automatenzeitalters. Bisher sieht es jedoch nicht so aus! Auf jede Zeitersparnis in der Produktion wurde mit einer Ausweitung der Produktion und der Konsumption reagiert. Die Zahl der Waren ist gestiegen, der Radius der Reisen, die Zahl der Besteckteile, die Größe der Wohnungen. Und noch nie waren mehr Menschen in Lohnarbeit als heute. Tatsächlich haben zwar Maschinen vielen Menschen viel Arbeit abgenommen, allerdings nicht im Sinne einer Befreiung, sondern sie haben sie schlicht arbeitslos gemacht.
Wie steht es also um das alte Versprechen der Roboter? Oder gilt, was der britische Ökonom John Stuart Mill sagte: „Es ist fraglich, ob all die mechanischen Erfindungen, die jemals gemacht wurden, die tägliche Plage eines Menschen erleichtert haben.“


20:03 Uhr ARD Radiofestival. Konzert

Rheingau Musik Festival 2026 – Klavierabend Liya Wang / Nieder-Mooser Konzertsommer
Rheingau Musik Festival 2026 – Klavierabend Liya Wang

Werke von Franz Schubert, Beethoven, Schumann
Liya Wang (Klavier)
(Konzert vom 28. Juli 2026 aus dem Fürst-von-Metternich-Saal auf Schloss Johannisberg)

Nieder-Mooser Konzertsommer
Carl Nielsen: Serenata in vano
Jean Françaix: Streichtrio
Ludwig van Beethoven: Septett Es-Dur op. 20
Felix Klieser (Horn)
Sebastian Manz (Klarinette)
Hanno Dönneweg (Fagott)
Franziska Hölscher (Violine)
Wen-Xio Zheng (Viola)
Andrei Ionita (Violoncello)
Dominik Wagner (Kontrabass)
(Konzert vom 25. Juli 2026 aus der Evangelischen Kirche in Nieder-Moos)


20:05 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel

„Abenteuer aus dem Englischen Garten“ Nach der Erzählung von Marieluise Fleißer
Bearbeitung: Regine Ahrem Regie: Petra Kiener
Ton und Technik: Manfred Retsch, Barbara Liebrich
SFB/BR 1984
In Münchens berühmtem Landschaftspark begegnen sich ein junger Mann und eine junge Frau. Eine zarte Liebe entsteht, voller Hilflosigkeit. Schließlich kippt sie in Gewalt. Ein Stück über gefährliche Beziehungsdynamiken.


21:05 Uhr Deutschlandfunk Jazz Live

Der Pianist als Groove-Architekt: Nik Bärtsch, Klavier
Aufnahme vom 21.2.2026 beim JO.E.-Festival Essen

Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer
Hypnotische Klaviermusik im Zeichen von soghafter Repetition und vielschichtigen Grooves.
Melodiefiguren, die wie Kippbilder im Kopf ihre Gestalt ändern, eng verzahnte Polyrhythmen – es dauert nicht lange, und man ist im Bann von Nik Bärtschs unverwechselbarer Klaviermusik. Der Schweizer Pianist entwickelt seine kühnen Groovestücke aus rhythmischen Keimzellen, seinen „Modulen“. In langen Sequenzen voll Wiederholung und allmählicher Verschiebung bauen sich dabei große Energien auf, das Zuhören kann zur trancehaften Erfahrung werden. „Ritual Groove Music“ nennt er selbst diese sehr persönliche Art von planvoll konstruierter, aber soghaft fließender Musik. Beim J.O.E.-Festival in Essen hat Nik Bärtsch das Publikum in intimem Rahmen auf eine großangelegte, unterbrochene Klangreise mitgenommen.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Musikszene

„Zug um Zug“ François-André Danican Philidor, Komponist und Schach-Genie
Von Eva Blaskewitz

Sein Name ist im Schach immer noch ein Begriff, Philidor war aber auch als Komponist erfolgreich. Porträt zum 300. Geburtstag.
Per Zeitungsannonce wehrte sich François-André Danican Philidor im Dezember 1753 gegen die kursierende Behauptung, eine kürzlich in London aufgeführte lateinische Motette stamme gar nicht von ihm. Die Zweifel erscheinen allerdings nur zu verständlich: In England kannte man den Spross einer Musikerfamilie bis dahin nur als einen der besten Schachspieler der Zeit, der mit verbundenen Augen gegen drei Gegner gleichzeitig spielen konnte und mit Ende 20 ein Lehrbuch verfasst hatte, das binnen kurzem zum Schach-Standardwerk avanciert war. Seine Doppelbegabung führte Philidor quer durch Europa und brachte ihn in Kontakt mit bedeutenden Persönlichkeiten von Jean-Jacques Rousseau bis zu Friedrich II. Und während seine Musik heute nur noch selten aufgeführt wird, ist sein Name jedem Schach-Profi geläufig.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Feature

„aaaaaaaaaa“ Klingende Monotonie
Von Julian Kämper Regie: Philippe Brühl
Deutschlandfunk 2023

Ein Feature auf (fast) nur einem Ton. Wer sich darauf einlässt, wird den inneren Reichtum der Einzeltöne hören und die Kunst der Monotonie erleben. Es wird, in einem überraschend positiven Sinne des Wortes, eintönig – vielfältig eintönig!


23:03 Uhr ARD Radiofestival. Jazz

Corazon con grande Drama – Der andalusische Saxofonist Antonio Lizana
Herz, Leidenschaft, Flamenco – südspanisches Lebensgefühl als musikalisches Powerpack. Eine Sendung von Karsten Neuschwender.


2.9.2026

00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Chormusik

„BBC Proms“ The Glasshouse International Centre for Music, Gateshead
Werke u.a. von Charles Wood, Hildegard von Bingen, Iain Farrington, Caroline Shaw, Roderick Williams, Hubert Parry und John Tavener

Jess Gillam, Saxofon; BBC Singers
Leitung: Sofi Jeannin
Aufzeichnung vom 25.07.2026


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature

„80 Jahre RIAS“ Bespitzeln und Belauschen – Radiopropaganda in Ost und West und Musik als Waffe im Kalten Krieg
Von Ralf Bei der Kellen, Martin Hartwig und Lydia Heller
Eine Nummernrevue über das „Ost-Büro“ des RIAS, den „Lautsprecherkrieg“ mit dem Rundfunk der DDR und Versprecher diesseits und jenseits der Mauer.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„Musikfest Berlin“ Philharmonie Berlin
Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 („Schottische Sinfonie“)
„Die Hebriden“, Ouvertüre op. 26
Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 („Italienische Sinfonie“)
Le Concert des Nations; Leitung: Jordi Savall
Aufzeichnung vom 29.08.2026


20:03 Uhr ARD Radiofestival. Konzert

Internationaler Jazzsommer Augsburg / Internationales Jazzfestival Unterföhring
Internationaler Jazzsommer Augsburg

Bill Frisell Quartett:
Bill Frisell (E-Gitarre)
Thomas Morgan (Kontrabass)
Rudy Royston (Schlagzeug)
Greg Tardy (Tenorsaxofon, Klarinette)
(Konzert vom 15. Juli 2026 im Botanischen Garten, Augsburg)

Internationales Jazzfestival Unterföhring
„À Fleur de Peau“
Cyrille Aimée (Gesang)
Pedro Segundo (Schlagzeug)
Matteo Bortone (Bass)
Michael Valeanu (Gitarre)
(Konzert vom 18. Juli 2026 im Bürgerhaus, Unterföhring)


20:10 Uhr Deutschlandfunk Aus Religion und Gesellschaft

Helene Schweitzer-Bresslau: Die inoffizielle Co-Autorin von Albert Schweitzer
Von Corinna Mühlstedt

Helene Bresslau-Schweitzer baute gemeinsam mit ihrem Mann Albert Schweitzer das Krankenhaus von Lambarene auf. Sie überarbeitete und übersetzte seine philosophischen Texte – und verhalf ihm dadurch zu internationaler Bekanntheit.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

„Meine Kollegin Marianne“ Von Christa Moog
Regie: Ulrike Brinkmann

Ton und Technik: Hans Martin, Helene Foltan
RIAS Berlin 1986
Anschließend: „Reinigungskraft“ Von Leila Yenirce
Mit: Jesseline Sarkodie Preach, Marvin Moïses, Amaraz Dozal, der Autorin
Autorenproduktion 2020
Hörspielmonolog: Die Reinigungskraft Marianne Brauch berichtet von ihrer Arbeit und der Familie. Ihr Leben ist nicht gerade leicht. Aber sie begegnet mehreren Schicksalsschlägen mit immer wieder erstaunlicher Akzeptanz.


23:03 Uhr ARD Radiofestival. Jazz – Das Magazin

Von Mauretta Heinzelmann


3.9.2026

00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

„Prager Frühling“ DOX+, Prag
Ondřej Adámek: „Chamber Nôise“
Jiří Kadeřábek: „COVID-19 (Fury and Silence)“ (Uraufführung)
Michaela Antalová: „Unravel“ (Uraufführung)
Tobiáš Horváth: „423“ (Uraufführung)
Patrik Kako: „funktionslust : R“ (Uraufführung)
Ensemble Modern; Leitung: Ilan Volkov
Aufzeichnung vom 30.05.2026


18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Weltzeit

„US-Rechenzentren“ Widerstand gegen die Stromfresser. Von Hansjürgen Mai
Im US-Bundesstaat Virginia liegt die Region mit den meisten Rechenzentren weltweit. Das „Data-Center-Ally“ hat hunderte der grauen Gebäude, die ständig surren, klagen Anwohner, und viel Strom verbrauchen. Einige haben eigene Gas-Turbinen und Diesel-Notstromaggregate, die noch lauter sind und die Luft verschmutzen. Deshalb formiert sich in Orten wie Ashburn Widerstand gegen die Masse an Rechenzentren, die Technologie-Konzerne zur Datenvererbeitung ihrer KI-Anwendungen benötigen. Aber: In den betreffenden Gemeinden steigen die Steuereinnahmen deutlich.


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature

„Sex, Syphilis, Superkeime“ Die neue Wirklichkeit der Geschlechtskrankheiten
Von Marius Penzel

Dating-Apps, sexuelle Freiheit und moderne Aids-Prävention verändern unseren Umgang mit Sex: Die Zahl der Geschlechtskrankheiten steigt seit Jahren. Doch das ist nicht nur eine schlechte Nachricht.
„Tina, wat kosten die Kondome?“ – der Werbespot aus den Neunzigerjahren ist eine der erfolgreichsten Kampagnen für Safer-Sex. Doch die Zeiten haben sich geändert: Schutz vor einer HIV-Infektion bieten inzwischen auch Medikamente. Und noch nie haben sich so viele Menschen regelmäßig auf Geschlechtskrankheiten testen lassen wie heute. Auch deshalb werden Krankheiten wie Syphilis, Tripper oder Chlamydien häufiger erkannt. Die sexuell übertragbaren Erkrankungen gelten seit Jahren als gut behandelbar – doch Forschende schlagen Alarm: Die Zahl der resistenten Erreger nimmt zu. Und so wächst die Sorge, dass zwischen Lust und Aufklärung alte Krankheiten bald schwieriger zu behandeln sein könnten.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„Festspiele Mecklenburg-Vorpommern“ St. Georgenkirche, Parchim
Ludwig van Beethoven: Klaviertrio D-Dur op. 70 Nr. 1 „Geistertrio“
Cécile Chaminade: Klaviertrio Nr. 2 a-Moll op. 34
Johannes Brahms: Klaviertrio Nr. 1 H-Dur op. 8
Sitkovetsky Trio:
Alexander Sitkovetsky, Violine
Isang Enders, Violoncello
Wu Qian, Klavier
Aufzeichnung vom 01.07.2026


20:03 Uhr ARD Radiofestival. Konzert

Schleswig-Holstein Musik Festival / Festspiele Mecklenburg-Vorpommern
Schleswig-Holstein Musik Festival

Werke von Richard Wagner und Wilhelm Stenhammar
Catherine Foster (Sopran); Königliche Hofkapelle Stockholm
Leitung: Alan Gilbert
(Konzert vom 18. August 2026 in der Elbphilharmonie, Hamburg)

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern
Robert Schumann: Dichterliebe
Benjamin Appl (Bariton); Armida Quartett
(Konzert vom 12. Juli 2026 im Festsaal, Bad Doberan)


20:10 Uhr Deutschlandfunk Systemfragen

Reichtum und Erben – Warum Steuerdiskussionen so hitzig verlaufen
Am Mikrofon: Kathrin Kühn

141 Milliarden Euro – so viel Vermögen wurde 2025 in Deutschland mindestens vererbt oder übertragen. Ein neuer Höchststand. Dabei ist das Vermögen extrem ungleich verteilt. Diskussionen über eine andere Erbschafts- und Reichensteuer setzen hier an, verstricken sich oft im Detail und verlaufen in der Regel: hitzig. Wer das verstehen will, muss schauen, was unter den Fakten liegt. So ist uns Menschen das, was wir selbst oder unsere Familie erarbeitet haben, oft mehr wert als die Leistung anderer. Überhaupt: Was ist das überhaupt, Leistung? Selbst der Wissenschaft fehlt hier eine Definition.


20:30 Uhr Deutschlandfunk Mikrokosmos

Rechtsextreme vor Gericht – Staffel 2: Der Reichsbürger-Prozess
Tarantino oder Terror? (2/6)

Von Marie Schwesinger Regie: Eva Solloch
Deutschlandfunk 2026
Immer mehr Angeklagte sagen aus. Was sie erzählen ist oft bizarr. Schwer zu glauben, sie hätten einen Systemsturz organisieren können.
Es geht um angeblich staatlich organisierte Pädophilie, Kinder, die in geheimen Tunnelsystemen festgehalten werden sollen und um Astrologie. Aber auch um antisemitische Ideen und um Reichsbürger, die die BRD nicht anerkennen. Welche Rolle haben die Ex-Soldaten in der Gruppe gespielt und zu was wären sie fähig gewesen? Wir schauen uns ihre Vergangenheit näher an und rekonstruieren, wie vermutlich alles begann.


21:05 Uhr Deutschlandfunk JazzFacts

Neues von der improvisierten Musik
Am Mikrofon: Thomas Loewner

Neue Alben, Bücher und Filme aus dem Bereich des Jazz. Dazu Infos über aktuelle Entwicklungen in der Szene.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Freispiel

„Playblack Radio“ Was ist eigentlich eine „schwarze Stimme“?
Von Joana Tischkau und Jan Gehmlich
Regie: Joana Tischkau, Jan Gehmlich
Komposition: Diana Ezerex, Sydney Frenz, Oihane Schmutte
Ton und Technik: Dirk Hülsenbusch, Barbara Göbel, Steffen Jahn WDR 2023
We play Black! In der Playblack Radio Show treffen die deutschen Synchronstimmen Schwarzer Hollywoodstars auf weiße Schwarze Musik und die Polizei der Political Correctness. Wie formen gesellschaftliche Zuschreibungen unsere Hörerfahrung?


23:03 Uhr ARD Radiofestival. Jazz

WDR Big Band – The Cuba Project. Von Jörg Heydt
Ein Abend zwischen Havanna, New York und Köln: Mit „The Cuba Project“ schlägt die WDR Big Band eine Klangbrücke und zeigt, wie lebendig das Erbe der reichhaltigen Tradition kubanischer Musik bis heute ist.


4.9.2026

00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Klangkunst

„Defensa 1111“ Von Alessandro Bosetti
WDR 2026

Der Radiomacher Alessandro Bosetti erfährt, dass sein gerade verstorbener Großvater Aldo als junger Mann in Buenos Aires gelebt hat. Die Adresse: Defensa 1111. Bosetti mietet dort ein Zimmer, entschlossen, dem Großvater eine Botschaft zu senden.
Mit einem Lautsprecherauto fährt er durch die Nachbarschaft San Telmo. „Ich muss mit meinem Großvater Aldo sprechen!“, ruft er über die Anlage in die Gassen hinein. Und er stellt ihm viele Fragen: „Siehst du, was mit uns passiert, da, wo du jetzt bist?“ „Weißt du jetzt mehr oder weniger als vor deinem Tod?“ „Möchtest du, dass ich dir was erzähle?“ Hörstück zwischen Ahnenforschung, Jenseitskontakt und existenziellen Fragen.


14:05 Uhr Ö1 In Concert

In memoriam Totó la Momposina (1940-1926)
Totó la Momposina, die musikalische Botschafterin Kolumbiens beim WOMAD-Festival 2015
Als der kolumbianische Autor Gabriel García Márquez 1982 den Literaturnobelpreis erhielt, gehörte Sonia Bazanta Vides zu den kolumbianischen Musikerinnen und Musikern, die in Stockholm bei der Zeremonie auftraten. Zuvor war die Sängerin schon als kleines Kind zu einer lokalen, als Jugendliche zu einer regionalen und als Erwachsene schließlich zu einer nationalen Größe der kolumbianischen Musik geworden und hatte 1969 ihre vor allem aus Familienmitgliedern zusammengestellte Band begründet, deren Besetzung im Laufe der Jahrzehnte zwar wechselte, die aber immer ihren Namen beibehielt: Totó la Momposina y sus Tambores.


20:03 Uhr Bayern 2 Salon „Hörspiel & Podcast

Seelenfänger S7 Folge 3 – Holy Hell: Ein kostbares Mädchen (3/6)
Von Dennis Müller, Emeli Glaser, BR 2026

„Er darf mit euch umgehen wie mit seinen eigenen Kindern“, sagt Rebeckas Vater – und schickt sie ins Kwasizabantu-Internat zum Prediger Hans Koller. Die Zuflucht vor Mobbing wird zum Ort von Zwangsbeichten, Prügel und Kontrolle.

„Unbekannte Meister 4“ Von Jakob Nolte
Komposition: Moritz Löwe. Regie: Jakob Nolte. BR 2018

Sie hat den herkömmlichen Begriff von „Reklame“ revolutioniert, sagen ihre Befürworter; andere halten ihre Werke für elitär und es soll Menschen geben, die vor allem von ihrem spektakulären Tod fasziniert sind. In seiner Doku-Fiction beleuchtet Jakob Nolte das Leben der Außenseiterkünstlerin Klara Khalil, erzeugt ein Verwirrspiel um Fiktion und Realität und erzählt von Radio und Werbung. Einer der wenigen klaren Einflüsse im Werk von Klara Khalil ist die britische Musikpionierin und Mitarbeiterin des BBC Radio Workshops Delia Derbyshire, die in den 1960er Jahren sozusagen die elektronische Musik erfunden hat. Erst nach ihrem Tod 2008 fand man, ebenso wie bei Klara Khalil, in ihrer Wohnung zahlreiche Tonbänder mit bisher nicht veröffentlichtem Material der Künstlerin.


20:03 Uhr ARD Radiofestival. Konzert

Stephen Hough beim Klavierfestival Ruhr
Das ARD Radiofestival präsentiert zwei hochkarätige Kammermusikabende: Vor der Industrie-Kulisse von Zeche Zollverein verwandelte der britische Starpianist Stephen Hough den Erich-Brost-Pavillon auf dem Dach der Kohlenwäsche in einen Tempel der Klaviermusik von Beethoven bis Stockhausen.


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

„There Will Be Blood“ Eine Menstruations-Utopie
Von Teresa Schomburg Regie: Susanne Krings

Deutschlandfunk 2022
Der Menstruationszyklus ist eine faszinierende Sache – wäre da nicht das Blut, das viele Menschen abschreckt. Menstruierende gelten als zickig, unrein oder gar furchteinflößend. Die Wenigsten akzeptieren den Zyklus als Taktgeber unseres Lebens – höchste Zeit für eine Utopie.


21:05 Uhr Deutschlandfunk On Stage

„Chris Kramer Duo“ Chris Kramer & Paddy Boy Zimmerman (D)
Aufnahme vom 28.5.2026 beim Bluesfest Eutin/Blues Baltica

Am Mikrofon: Tim Schauen
Auch Musiker aus dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein können ihn haben: den Blues. Und wie!
Bluesharp, akustische Gitarre, Gesang: Nicht mehr, aber auch keinesfalls weniger. Chris Kramer (Harp, 1970 geboren) und Patrick Paddy Boy Zimmermann (Gitarre, Jahrgang 1982) haben den Blues und die Fähigkeit, ihn mit Leben zu füllen. Ihr gemeinsames Album „Tales of Tampa“ (Timezone Records, 2025) vereint eine Reihe Songs des US-amerikanischen Sängers und Songeschreibers Tampa Red (1904-1981), und dessen Erzählhaltung passt sehr gut zum Dortmunder Entertainer und Frontmann Chris Kramer. So fanden sich also viele Songs dieses Albums im Programm wieder, das die beiden auf dem Eutiner Marktplatz als erste Band des 2026er-Bluesfestivals Eutin spielten. Way up North, könnte man also sagen, schickte das Chris Kramer Duo sein Publikum: von ostholsteinischen Raps- zu den Baumwollfeldern im Süden Amerikas. Aber auch über die französische Hauptstadt Paris führte diese musikalische Reise.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Lied- und Folkgeschichte(n)

Rolle rückwärts in der Musikgeschichte: Der Brasilianer Seu Jorge
Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause

16 Jahre dauerte es vom ersten bis zu seinem zweiten Album – das Ergebnis ist überraschend: zeitlos.
Seit seinem ersten Album im Jahr 2001 wird der Musiker und Sänger Seu Jorge als legitimer Nachfolger großer Brasilianer wie Caetano Veloso oder Milton Nascimento gefeiert. Der Samba-Blues-Mann aus den Favelas von Rio de Janeiro hat eine wunderbar tiefe, raue Baritonstimme, wurde jedoch weltweit bekannt mit seinem zweiten Talent, als Schauspieler in „City of God“, „The Escapist“ oder den Wes Anderson Filmen „Die Tiefseetaucher“ und „Asteroid City“. Mit „The Other Side“ veröffentlicht Jorge nun ein zeitloses Album, an dem er 16 Jahre gearbeitet hat. Samt filmreifen Arrangements, Streichern, sanften Melodien, die von seinen Vorgängern und Bossa Nova inspiriert sind und illustren Gästen wie Marisa Monte oder Beck, möchte der 56-Jährige seine „B-Seite“ zeigen.


22:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Musikfeuilleton

„Musikkultur am Rande Europas“ Oulu in Finnland ist Kulturhauptstadt Europas
Von Hildburg Heider

Das Kulturprogramm von Oulu für 2026 lautet „Kultur-Klimawandel“ und wurde zusammen mit 32 Kommunen aus ganz Finnland erstellt. Damit sollen neue, unerwartete Ideen miteinander kombiniert und Menschen durch Kunst und Kultur zusammengebracht werden. Man hofft, dass sich durch die Projekte sowohl die soziale Interaktion als auch die Technologien vor Ort verbessern. Kunst und Natur werden dabei auf bisher unbekannte Weise verbunden. Auf dem Programm stehen Themen wie Licht und Dunkelheit und die vier Jahreszeiten.


23:00 Uhr ARD Radiofestival Jazz

„The Funky Herbie Hancock“ mit der SWR Big Band
Fanny Opitz stellt das neue Projekt der SWR Big Band vor: Herbie Hancocks „Secrets“, arrangiert von John Beasley, auf die Bühne gebracht zusammen mit den Gaststars Lionel Loueke und Stefanie Heinzmann.


23:03 Uhr Ö1 Zeit-Ton extended

A Tribute to Hans Falb (2)
Highlights des Festivals in memoriam des Konfrontationen-Gründers

Seit 1980 hat es 45 Ausgaben der Konfrontationen gegeben. Gegründet und geleitet wurde dieses europaweit rezipierte Festival von Hans Falb, der Musikschaffende aus der ganzen Welt in sein Gasthaus, die Jazzgalerie, im kleinen burgenländischen Ort Nickelsdorf gebracht hat. Ende Dezember 2025 ist Hans Falb verstorben. So entschied der Festival-Verein, heuer ein „A Tribute to Hans Falb“ abzuhalten. Wie wichtig Falb für die Jazz- und Improvisationsmusik war, lässt sich allein schon am eindrucksvollen Line-Up erkennen: Mehr als 30 Musikerinnen und Musiker waren gekommen, ein Who’s Who der Festivalgeschichte. Ö1 „Zeit-Ton“ präsentiert in mehreren Sendungen Highlights davon.


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