Jazzhalo.be Musiktipp: Sculpting – Sculpting / Off – record label
Von Jean-Pierre Goffin. Als klassische Musikerin, die sich vor allem der zeitgenössischen Musik widmet, hat die Cellistin Sigrid Vandenbogaerde oft ihre Vorliebe für Jazz, freie Musik und stilistische Kreuzungen unter Beweis gestellt.
Auf „Sculpting“ wird die Cellistin von Pierre Quiriny an Percussion und Samples sowie von Claude Evence Janssens begleitet, der sowohl als Komponist als auch als „Dekorateur“ fungiert und Samples sowie elektronische Spezialeffekte einsetzt, die die Klanglandschaften der Cellistin bereichern. Wir sprechen hier von minimalistischer Musik: Steve Reich und Philip Glass werden zwar als Inspirationsquellen genannt, doch die sowohl lyrische als auch bildhafte Sprache, der sich das Trio bedient, entführt uns in ein persönliches Universum, in dem die Musikerin alle Möglichkeiten des Instruments ausschöpft, um sowohl Überraschung als auch Emotion oder einen humorvollen Augenzwinkern zu erzeugen – „Tea for Two“ auf „If suddenly we would sing a god“.
Die Zusammenarbeit mit ihren Partnern ist nahezu durchgängig, sodass die Gleichwertigkeit der Stimmen in jedem Stück im Vordergrund steht. Eine faszinierende innere Reise, die die Gemütszustände einer strahlenden Musikerin und ihrer brillanten Partner durchzieht.
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