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„Bonjour Tristesse“ Die schlummernde Revolte im Französischen Chanson

„Widerspenstige Gallier“ nannte der französische Staatspräsident seine Franzosen, die sich seinen Reformen widersetzten. Widerspenstig und eigenwillig sein, aufbegehren, sich nach der Freiheit sehnen, auch in der Liebe, auch wenn es schmerzt, das sind einige der großen Motive des französischen Chansons.

Von Ruthard Stäblein

Einer ihrer bekanntesten Sänger und Komponisten, Georges Brassens, wusste, wie er sein Publikum ansprechen kann: „Jeder trägt in seiner Brust eine schlummernde Revolte, man muss sie nur wecken.“ Das Chanson reagiert auf die politische Aktualität, auf Moden des Zeitgeistes, auf die Melancholie des Einzelnen und klar, auf Liebeskummer. Text, Musik, Rhythmus folgen dabei den „Menschen auf der Straße“, dem Alltagsleben. Hier kann ein Kellner zum „Helden“ werden.

Geschichte und aktuelle Tendenzen des französischen „chanson à texte“ werden in diesem Feature aufgerollt. Frankreichkenner Ruthard Stäblein besuchte dafür unter anderem eines der wichtigsten Festivals, das „printemps de Bourges“ in Toulouse.

© HR 2, Feature, 9.12.2018

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