Paul Bley 10. November 1932 in Montreal; 3. Januar 2016 R.I.P.
Zum Tod des Jazzpianisten Paul Bley
Spielen mit dem Risiko
von Ueli Bernays
Paul Bley zählte zu den stilbildenden Pianisten des modernen und freien Jazz.
Am Sonntag ist der Kanadier im Alter von 83 Jahren gestorben.
Kaum zu glauben, wie viel Musik und Experimentierfreude im Leben von Paul Bley Platz fanden! Die ganze Jazzgeschichte spiegelt sich in seiner Biografie. Darüber hinaus fand er Zeit für Abstecher in die neue und in die elektronische Musik. Offenheit und eine geradezu faustische, dabei auch streitbare Mentalität haben nicht nur seine Musikerkarriere geprägt, sie schlugen sich auch in seiner Improvisationsästhetik und seiner nonchalanten pianistischen Gestik nieder.
© NZZ, 5.1.2016,Ueli Bernays
Nachruf Paul Bley „Offen, für alles“
Form ohne Formeln: Mit dem Kanadier Paul Bley ist ein stiller Gigant des Jazzklaviers gestorben.
Nichts als ein Flügel in den Osloer Rainbow Studios, und davor und darin, manchmal tief in den Gedärmen des Instruments, ein schwermütiger Klangarbeiter. Das war, 1972 aufgenommen, „Open, to Love“, das Album, mit dem er ein Gipfelwerk des Soloklaviers im Jazz schuf.
© Der Tagesspiegel, 5.1.2016,Gregor Dotzauer
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