Jazz: Fake oder Fakt? / Wer spielte mit wem nicht oder doch zusammen ?
Bei Pop-Produktionen ist klar: Was wir hören, ist nicht unbedingt das, was bei Aufnahme oder Konzert stattfindet. Im Jazz aber, der Zusammenspielmusik par excellence? Auch da gilt: Je Technik, desto Verlockung.
Mit Henry Altmann
In fast 100 Jahren Fake und Fakt im Jazz wurde Louis Armstrong Opfer seiner Einzigartigkeit, musste sich Illinois Jacquet sein eigenes Studiosolo herunterhören, waren bei legendären Aufnahmen nicht ein Miles, sondern sechs „Miles Davisse“ im Studio, hätte Chet Bakers Karriere ohne die damals neue Schneidetechnik nicht stattgefunden, wurden legendäre Live-Aufnahmen in Wirklichkeit im Studio simuliert und erscheinen Musiker auf Aufnahmen, die sich dafür nie gesehen haben.
© SWR 2, Jazz, 27.1.2019
Playlist:
Gene Perla:
Bill’s Waltz
Gene Perla & NDR Bigband
Thomas Wright „Fats“ Waller:
Georgia Bo Bo / CD: Complete Masters 1924-45
Lil’s Hot Shots
Benny Goodman / Lionel Hampton :
Flying Home / CD: Anglo-German Swing Club
Illinois Jacquet
Ted Snyder:
The Sheik of Araby / CD: When the Sun Gets down South
Sidney Bechet
Gerald Joseph „Gerry“ Mulligan:
Walkin‘ Shoes / CD: Chet beaker – The Evolution of an Artist
Chet Baker
Gerry Mulligan
Harold Spina:
I Don’t Wanna Be Kissed / CD: The Complete Columbia Studio Recordings
Miles Davis & Gil Evans Orchestra
D. Ellington / J. Hodges :
Jeep’s Blues / CD: Ellington at Newport
Duke Ellington Bigband
Cannonball Adderley:
Sticks / CD: Mercy, Mercy, Mercy – Live at the Club
Cannonball Adderley Quintet
Peala / Courlander :
Where Flamingos Fly / CD: Cool Velvet and Voices
Stan Getz
H. Arlen / J. Mercy :
This Time the Dream’s on Me / CD: Bird
Charlie Parker
Benny Golson:
Are You Real / CD: Moanin‘
Art Blakey & The Jazz Messengers