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Lange Nacht über den Großvater des Comic „Wilhelm Busch und die philosophische Erkältung“

Mit Max und Moritz und ihren Krabbelkäfern ist er weltberühmt geworden: Doch Wilhelm Busch, der meistgelesene Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, hat weitaus mehr zu bieten als biedermeierliche Reime. Manchen gilt er sogar als einer der größten Wortschöpfer der deutschen Sprache.

Von Maria Franziska Schüller

Bekannt ist er als Satiriker, als Meister der Bilderposse, aber kennen wir ihn wirklich: den Sonderling, Satiriker, den Großvater des Comic? War der ewige Junggeselle ein Frauenhasser oder gar Frauenrechtler, Kirchengegner, Sadist, Philosoph, Misanthrop oder Familienmensch?

Kaum eine Berühmtheit des 19. Jahrhunderts ist so vielseitig, vielschichtig, und widersprüchlich wie Wilhelm Busch. Ein Freund der Bienen und der klassischen Malerei, gescheitert an den Kunstakademien, gefeiert als Chronist der Bismarckzeit und das, obwohl in seinen Bildergeschichten die Idylle zur Explosion gebracht wird.

Diese „Lange Nacht“ begleitet den Einsiedler aus Wiedensahl auf seinem Weg zur Kunst, begegnet dem schwermütigen Trinker und Denker und präsentiert Busch als kritischen Philosophen und Prosaschriftsteller.

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© Deutschlandfunk, Lange Nacht, 15.1.2018

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