Hörspiel: „Compagnons und Concurrenten oder Die wahren Künste“ Von Ingomar von Kieseritzky
Der Berliner Schriftsteller Ingomar von Kieseritzky ist am 5. Mai im Alter von 75 Jahren gestorben. Mit einem Hörspiel erinnert SWR2 an diesen Meister der Radiokunst. Ingomar von Kieseritzkys Werk umfasst vor allem experimentelle Prosa sowie zahlreiche Hörspiele. Geboren 1944 in Dresden, wuchs er auf der Nordseeinsel Langeoog auf und lebte seit 1971 als freier Schriftsteller in Berlin. Neben seinem Prosa-Schaffen war er ein leidenschaftlicher Hörspielautor mit mehr als 100 Stücken.
Für den Süddeutschen Rundfunk schrieb er unter anderem „Compagnons und Concurrenten oder Die wahren Künste“, 1997 ausgezeichnet mit dem renommierten Hörspielpreis der Kriegsblinden.
Die Akademie der Künste in Berlin, deren Mitglied er war und die seinen Tod bekannt gab, hob besonders sein Geschick hervor, Melancholie mit Humor zu verbinden.
Wie das Tragische sich mit dem zuweilen aberwitzig Grotesken in seinem Werk durchdringt, zeigt sich besonders im Hörspiel „Compagnons und Concurrenten“, das im Winter 1833 in der Weimarer Goethe-Zeit spielt. Kieseritzky entwirft hier eine Szenerie, in der damals – nicht anders als heute – Kulturschaffende Allianzen schließen, um sie nachher wieder – natürlich erneut aus den unterschiedlichsten Gründen – im Streit zu verlassen.
(http://xb187.xb1.serverdomain.org/radio/musik/Compagnons-und-Concurrenten.mp3)
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„Compagnons und Concurrenten oder Die wahren Künste“ Von Ingomar von Kieseritzky
Mit: Wolfgang Jakob, Dieter Mann, Jürgen Holtz u. a.
Regie: Joachim Staritz
(Produktion: SDR/DLR 1996)
© SWR 2, Hörspiel, 12.5.2019