Hörspiel „Traumprotokolle“ von Theodor W. Adorno
„Die Traumprotokolle sind authentisch. Ich habe sie jeweils gleich beim Erwachen niedergeschrieben und nur die empfindlichsten sprachlichen Mängel korrigiert“ – so Adorno. Der Zeitraum der ausgewählten Träume umfasst rund 35 Jahre – von Januar 1934 bis April 1969.
Es sind knapp gehaltene Zusammenfassungen von Angst- und Alpträumen, libidinösen Träumen, Träumen, die den Autor beim Erwachen laut auflachen lassen „über den vermeintlich genialen Witz“. Sie geben Einblick in die inneren Welten eines Philosophen. „Die radiophone Umsetzung der „Traumprotokolle“ mit dem Sänger Andreas Dorau versucht die Spur der Träume aufzugreifen und auf einer Soundebene umzusetzen: Aufgebaut auf einige wenige Loops und Samples, setzt sich ein akustischer Prozess in Gang“. (zeitblom)
„Traumprotokolle“ Von Theodor W. Adorno
Mit Andreas Dorau und Hitomi Makino
Komposition und Realisation: zeitblom
BR 2016
Theodor W. Adorno (1903-1969), Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker, Komponist. 1933 Lehrverbot, 1938 Emigration in die USA. 1947 Veröffentlichung der „Dialektik der Aufklärung“mit Max Horkheimer, 1949 Rückkehr nach Frankfurt, Leitung des Instituts für Sozialforschung, Wiege der „Frankfurter Schule“. Posthum veröffentlicht u.a. „Traumprotokolle“ (2005).