Radiotipps

Heute Abend 18.20 Uhr SWR 2 „Ich dachte, in Europa stirbt man nie“

Hörspiel von Sarah Schreier

Im Oktober 2015 hatte die Dokumentarfilmerin Sarah Schreier in langen Vorgesprächen sechs Flüchtlinge, zwei Frauen und vier Männer, kennengelernt und anschließend ins Hörspielstudio eingeladen. Im Schutz einer nachgebauten Jurte haben sich die sechs Protagonistinnen und Protagonisten, die anonym bleiben wollten, ein Wochenende lang anhand von mitgebrachten Gegenständen ihre Geschichten erzählt.

Ausgezeichnet als Hörspiel des Monats Januar 2016. Aus der Begründung der Jury:
„Die Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Serbien, Angola und Nigeria berichten neutral, ohne Pathos und Emphase, was ihnen widerfahren ist, warum sie ihr Land verlassen mussten, mit welchen Verlusten und Traumata sie zu kämpfen haben. Gerade dieser nüchterne, auf das eigene Erleben fokussierte und beschränkte Erzählton erzeugt beim Zuhörer eine starke Intimität und Intensität.“

Sarah Schreier, geboren 1980 in Jena, studierte an der Bauhaus-Universität Weimar. Sie lebt und arbeitet als freie Autorin und Filmemacherin in Weimar.

Idee und Konzept: Sarah Schreier
Regie: Alfred Behrens
(Produktion: RBB 2016)

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