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Essay: „Klang macht Macht“ von Kalle Laar

Wir haben gelernt, mit der täglichen, medialen Bilderflut umzugehen – der emotional unmittelbaren Wirkung von Klang dagegen kann sich niemand entziehen. Harmloses Dahinrauschen ist der uns umgebende Klang nie.

Lärm definiert Territorium, Töne können zu Waffen werden, Stimmen aus dem Off lenken und kontrollieren. Herrschaft offenbart sich auch akustisch durch Stimme und Suggestion, Krach und Krieg, Audiotechnik und Militär. Dieser Autorität kann sich niemand entziehen, und stopfte er sich auch Wachs in die Ohren wie weiland Odysseus.
„Klang macht Macht“: Kalle Laars Reflexionen zum akustischen Herrschaftsraum, zum Herrschaftsraum des Akustischen.

© SWR 2, Essay, 30.9.2019

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