Jazzfacts: Stefan Karl Schmid „Zwischen Tag und Traum“
Saxofonist Stefan Karl Schmid komponiert gern am frühen Morgen – im Schlafanzug. Seine neue, im DLF aufgenommene CD hat er nach dieser Arbeitskleidung benannt: „Pyjama“. Aber die Musik darauf klingt höchst ausgeschlafen.
Von Anja Buchmann
Stefan Karl Schmid hat in Nürnberg Saxofon studiert, besuchte ein Jahr die Manhattan School of Music und machte in seiner Wahlheimat Köln einen Master in Komposition. Seine bisherigen Hauptprojekte: das „kühle“ Quartett Schmid’s Huhn, das energetische Subway Jazz Orchestra, für das er auch schreibt, und die teils jazzrockorientierte Band Niaque. Nun kommt noch ein achtköpfiges, Bläser-lastiges Ensemble hinzu. Ursprünglich sollte es ein Trio ohne Harmonieinstrument werden, dann entschied Schmid sich dafür, zwei Trompeten, Posaune und Bassposaune sowie Klavier hinzu zu nehmen. Trotz der Oktett-Besetzung klingt die Musik von Pyjama oft schlank und transparent. Ihre Grundstimmung: warm, entspannt und erwartungsvoll – passend zur Tageszeit, zu der Schmid seine Musik bevorzugt schreibt.
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© Deutschlandfunk, Jazzfacts, 23.4.2020