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CD Tipp: Mr. Bungle: Ein Stahlbad der Gefühle

Die wiedervereinten Metaller lassen auf „The Raging Wrath of the Easter Bunny Demo“ ihre Jugend wiederauferstehen – mit allen Blödheiten. Von Karl Fluch

Der berühmte US-Filmkritiker Roger Ebert hat einmal eine eherne Regel aufgestellt. Nach der könne kein Film ganz schlecht sein, der Harry Dean Stanton auf der Besetzungsliste habe.about:blank

https://youtu.be/Cug4UPwcvlo

Ähnliches lässt sich über Mike Patton sagen: Keine Band, die ihn in ihrer Mitte hat, ist nicht großartig. Die jüngste Bestätigung dieser Regel ist das neue Album der reformierten Gruppe Mr. Bungle. Die wurde 1985 in Kalifornien gegründet und bestand bis ins Jahr 2000. Erfolg hatte die aus Mitgliedern verschiedener anderer Bands bestehende Formation vor allem wegen Pattons Popularität. Warner Music soll Mr. Bungle nur deshalb unter Vertrag genommen haben, weil Patton als Sänger von Faith No More seine Verwertbarkeit schon bewiesen hatte.

Drei Alben entstanden in den 1990ern, dann legte sich die Band auf Eis – bis jetzt. Neben Mike Patton besteht Mr. Bungle akut aus Trey Spruance, Trevor Dunn, Scott Ian (den kennt die Gemeinde von Anthrax) und Dave Lombardo, dem Trommler der in den Ruhestand gegangenen Slayer. Genug Reizworte, um die Zielgruppe speicheln zu lassen. Gemeinsam veröffentlichte man nun The Raging Wrath of the Easter Bunny Demo.

© DerStandard, Kultur, 6.11.2020

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