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NZZ: Der Fan wollte von John Lennon ein Autogramm. Stunden später hat er ihn erschossen Von Ueli Bernays

Mark David Chapman war lange ein Beatles-Fan. Mit der Zeit steigerte er sich jedoch in einen Hass gegen die Welt. Vor vierzig Jahren erschoss er sein Idol, um selber berühmt zu werden.

Am späten Nachmittag des 8. Dezember 1980 treffen John Lennon und Mark David Chapman in Manhattan vor dem Dakota Building zum ersten Mal aufeinander – der Rockstar und sein Fan, sein Feind.

Im Dakota Building in der Upper Westside hat Roman Polanski einst den Horrorklassiker «Rosemary’s Baby» gedreht. Die pittoreske Immobilie ist aber vor allem für die Prominenz ihrer Bewohner berühmt, zu denen seit 1973 auch der Ex-Beatle und seine Frau Yoko Ono zählen.

Gerade sind sie durch den Hof auf die Strasse hinausgetreten, wo sie von einer Schar enthusiastischer Touristen gestellt werden. Die beiden sind sich das gewohnt. Seit sie hier wohnen, erweist sich das Dakota Building als Magnet für Beatles-Nostalgiker und Lennon-Fans. Der Künstler aber fühlt sich im Allgemeinen wohl in New York, wo er von der Öffentlichkeit weniger bedrängt wird als in Grossbritannien.

© NZZ, Feuilleton, 8.12.2020

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