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„Die DDR und die Hetzjagd von Erfurt“ Von Gabriele Knetsch

Im Sommer 1975 hetzen Erfurter Bürger Vertragsarbeiter aus Algerien durch die Stadt. Kein Einzelfall, immer wieder kommt es in der DDR zu rechtsradikaler Gewalt, die es laut Staatsdoktrin gar nicht geben dürfte. Der sozialistische Staat definiert sich als antifaschistisch.

Die Aufarbeitung rechtsradikaler Vorfälle in der DDR ist auch deshalb schwierig, weil sie in der Arbeit der damaligen Ermittler oft als Rowdytum abgetan oder vertuscht worden. Die Debatte um rechte Gewalt in der DDR ist gerade voll im Gange.

Deutschland hat kein strukturelles Problem mit Rechtsextremismus? Das Bayern 2 radioFeature geht der Spur des rechten Terrors nach – vom Oktoberfest-Attentat über die Brandsätze in den 1990ern bis zum Anschlag von Halle, von den Neonazi-Seilschaften im Kalten Krieg und vertuschten ausländerfeindlichen Übergriffen in der DDR bis zu den von Verschwörungstheorien angestachelten Tätern heute. Dabei stehen immer die Betroffenen, die Überlebenden im Mittelpunkt. Fünf große Radio-Dokumentationen, fünf Stunden Zeitzeugen, Hintergründe, Zusammenhänge – das ist “Rechter Terror in Deutschland”.

Die Reihe bildet den Auftakt zum Dokumentarhörspiel „Saal 101“ über den NSU-Prozess, das am 19. Februar 2021 ab 20.05 Uhr auf den Kulturwellen der ARD und Deutschlandfunk ausgestrahlt wird.


© Bayern2, Feature, 7.2.2021

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